Rio Tinto setzt auf Lithium – ohne weitere Übernahmen

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Maria Glaser
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Lithium hat das Potenzial, für Rio Tinto zum am schnellsten wachsenden Geschäftsbereich zu werden. Der weltweit zweitgrößte Bergbaukonzern erwarte entsprechend, wie Reuters berichtet, dass das Lithiumgeschäft schneller wachsen wird als andere Geschäftsbereiche wie Kupfer oder Eisenerz. Rio Tinto will in diesem Jahr mindestens 61.000 Tonnen Lithium produzieren und strebt bis 2028 eine Lithiumkapazität von bis zu 200.000 Tonnen an, wobei der Rohstoff in Elektroautos und Batteriespeichern zum Einsatz kommt.

Rio Tinto stieg erst im vergangenen Jahr in den Lithiumsektor ein, als es das US-amerikanische Unternehmen Arcadium übernahm. Damit einher ging nicht nur der Zugang zu Minen, Verarbeitungsanlagen und Lagerstätten auf vier Kontinenten, sondern auch ein Kundenstamm, zu dem Tesla gehört. Mit den Arcadium-Anlagen sei Rio Tinto sehr zufrieden, so Jérôme Pécresse, Leiter des Geschäftsbereichs Aluminium und Lithium. Gemeinsam mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL will Rio Tinto außerdem künftig die Elektrifizierung im Bergbau vorantreiben.

Dennoch fasse Rio Tinto derzeit keine Übernahmen weiterer Lithiumprojekte ins Auge, nachdem es im Februar mit 53,9 Prozent die Mehrheitsbeteiligung an dem kanadischen Unternehmen Nemaska Lithium übernommen hat. Rio Tinto habe es nicht zum Ziel, zum weltweit größten Lithiumproduzenten zu werden: „Wir verfolgen keine Strategie, die Nummer eins oder etwa die Nummer drei zu werden“, sagte Pécresse. „Unsere Strategie besteht darin, über eine Reihe von Vermögenswerten zu verfügen, die groß genug sind, um uns bei der Kundschaft relevant zu machen.“ Derzeit ist der US-Konzern Albemarle der weltweit führende Produzent für Lithium.

Fragile Branche mit Wachstumstrend

Durch ein Überangebot aus China sind die Lithiumpreise im vergangenen Jahr stark gesunken, was zu Entlassungen in der Branche führte. Zwar erholt sich der Preis allmählich, jedoch nimmt Rio Tinto nun gezielt Minen in Argentinien und Kanada in Betrieb, die potenziell auch bei einem erneuten Preisverfall wirtschaftlich betrieben werden können.

Rio Tinto wolle, so Pécresse, ausschließlich kostengünstige Anlagen in Betrieb nehmen und Kundschaft mit langfristigen Verträgen beliefern. Diese Verträge enthalten Untergrenzen und Obergrenzen für Preise, was Sicherheit und Stabilität für beide Seiten gewährleisten soll. Der Lithiummarkt befinde sich im Vergleich zu anderen wichtigen globalen Rohstoffen in einer Wachstumsphase, da sich Lithium von einem Nischenmaterial zu einem stark nachgefragten Rohstoff entwickelt. „Es ist in gewisser Weise ein Markt, der noch auf der Suche nach sich selbst ist“, sagte Pécresse.

Quelle: Reuters – Rio Tinto sees lithium as fastest-growing division, executive says

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Maria Glaser

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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