Renault und Plug Power gründen Wasserstoff-Joint-Venture Hyvia

Renault und Plug Power gründen Wasserstoff-Joint-Venture Hyvia
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Renault

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Autohersteller Renault und Plug Power Inc., einer der Weltmarktführer für schlüsselfertige Wasserstofflösungen, haben ein neues Gemeinschaftsunternehmen namens Hyvia gegründet. Kern von Hyvia sei die Entwicklung und Einführung von schlüsselfertigen Wasserstoff-Mobilitätslösungen im Sinne eines kompletten Ökosystems, wie Renault mitteilt. Im Fokus stehen demnach leichte Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb, passende Tankmöglichkeiten und die Versorgung mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff. Hinzu kommen Wartung und Management von Flotten. Die ersten drei Brennstoffzellenfahrzeuge von Hyvia auf Basis des Renault Master sollen Ende 2021 in Europa an den Start gehen. Das Joint Venture befindet sich zu gleichen Teilen im Besitz der beiden Partner.

Der Name Hyvia setzt sich aus „Hy“ für Wasserstoff sowie dem lateinischen Wort „Via“ für Straße zusammen und stehe für einen neuen Weg in Richtung kohlenstoffarmer Mobilität. Die integrierte Wasserstofftechnologie von Hyvia ergänzt die E-Tech Technologie von Renault und erhöht die Fahrzeugreichweite auf 500 Kilometer bei einer schnellen Tankzeit von drei Minuten. Hintergrund: Leichte Nutzfahrzeuge benötigen größere Reichweiten und kürzere Betankungszeiten. Wasserstoff-Brennstoffzellen stellen hierfür die geeignete Energielösung dar.

Die Leitung von Hyvia wird der Franzose David Holderbach übernehmen. Er verfügt über gut 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Strategie, Produkt und internationaler Vertrieb bei der Renault Group. „Als Pionier im Bereich der neuen Energien und europäischer Marktführer bei leichten Elektro-Nutzfahrzeugen verfolgt die Renault Group mit der Gründung von Hyvia das Ziel, bis 2030 den grünsten Mix auf dem Markt zu haben“, sagt Luca de Meo, CEO der Renault Gruppe. Das neue Joint Venture integriere „auf einzigartige Weise das gesamte Ökosystem der Wasserstoffmobilität, vom Fahrzeug über die Infrastruktur bis hin zu schlüsselfertigen Dienstleistungen für die Kunden.“ Die Entwicklung dieser wegweisenden Technologie soll es Renault ermöglichen, seine industrielle Basis zu stärken und in Frankreich neue wertschöpfende Aktivitäten in diesem vielversprechenden Segment aufzubauen. Das ausgerufene Ziel: Ein Marktanteil im Segment der leichten Wasserstoffnutzfahrzeuge in Europa von 30 Prozent bis zum Jahr 2030.

Renault-Plug-Power-Wasserstoff-Brennstoffzelle-Hyvia
Renault

Das Joint Venture wird an vier Standorten in Frankreich tätig sein: Der Hauptsitz von Hyvia sowie die Forschungs- und Entwicklungsteams werden in Villiers-Saint-Frédéric westlich von Paris angesiedelt, wo sich auch das Technik- und Entwicklungszentrum der Renault Group für leichte Nutzfahrzeuge befindet. Die Prozess-, Fertigungs- und Logistikteams werden umweit davon in Flins angesiedelt und bis Ende 2021 die Montage von Brennstoffzellen und Betankungsstationen starten. Die Montage der ersten Fahrzeuge auf Renault Master Basis erfolgt im Werk Batilly nahe der deutsch-französischen Grenze. Die Brennstoffzellen-Integration wird von PVI durchgeführt, einer Tochtergesellschaft der Renault Group seit 2017 mit Sitz in Gretz-Armainvilliers.

Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 04.06.2021

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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