Renault Mégane E-Tech wird günstiger und lädt schneller

Renault Mégane E-Tech wird günstiger und lädt schneller
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Der französische Automobilhersteller Renault überarbeitet den Mégane E-Tech elektrisch für das neue Modelljahr umfangreich. Das kompakte Elektroauto erhält einen neuen 67-kWh-LFP-Akku, kürzere Ladezeiten und zusätzliche digitale Funktionen. Gleichzeitig wird das Angebot deutlich gestrafft – und der Einstiegspreis sinkt auf 34.990 Euro.

Die wichtigste technische Neuerung steckt im Unterboden. Künftig wird der Mégane E-Tech ausschließlich mit einer 67 kWh großen LFP-Batterie angeboten. Sie ermöglicht nach WLTP bis zu 494 Kilometer Reichweite. Der Elektromotor leistet weiterhin 160 kW (218 PS) und stellt maximal 300 Nm Drehmoment bereit.

Deutlich verbessert hat Renault das Schnellladen. Von 15 auf 80 Prozent soll der Akku künftig nur noch rund 24 Minuten benötigen. Das entspricht laut Hersteller einer Verkürzung der Ladezeit um 25 Prozent gegenüber dem bisherigen Modell. Damit erhält der Mégane dieselbe neue Batterietechnik, die künftig auch in der Comfort-Range-Version des größeren Scenic E-Tech eingesetzt wird.

Serienmäßig ist zudem ein bidirektionales 11-kW-AC-Ladegerät an Bord, gegen Aufpreis sind weiterhin 22 kW möglich. Ebenfalls zur Grundausstattung gehören nun eine Wärmepumpe und die Batterievorkonditionierung. Gerade letztere ist für möglichst konstante Schnellladeleistungen bei unterschiedlichen Außentemperaturen wichtig.

Renault vereinfacht Angebot deutlich

Parallel dazu reduziert Renault die Variantenvielfalt. Künftig gibt es nur noch eine Batterie, einen Antrieb und die beiden Ausstattungslinien Techno und Esprit Alpine. Der Mégane E-Tech Techno 220 Comfort Range startet bei 34.990 Euro, für den Esprit Alpine werden mindestens 37.990 Euro fällig.

Bereits die Techno-Version bringt unter anderem das OpenR-Link-System mit 12-Zoll-Bildschirm und integriertem Google, einen EV-Routenplaner, eine digitale Rückfahrkamera sowie ein beheizbares Lenkrad mit. Hinzu kommen One Pedal Drive und Schaltwippen zur Einstellung der Rekuperation. Das Kofferraumvolumen beträgt weiterhin 440 Liter.

Der Esprit Alpine setzt unter anderem auf spezielle 20-Zoll-Räder und entsprechende Designdetails. Zur Ausstattung gehören außerdem elektrisch verstellbare Massagesitze, ein Harman-Kardon-Soundsystem, eine 360-Grad-Kamera und der Active Driver Assist inklusive Nothalteassistent.

Auch die Konnektivität wird aufgewertet. Das OpenR-Link-System bietet Google Maps und Zugriff auf mehr als 100 Apps. Neu hinzu kommt Google Gemini als Weiterentwicklung des bisherigen Google Assistant, wobei die Funktion laut Renault über ein späteres Update verfügbar wird. Außerdem gibt es ein belüftetes kabelloses Smartphone-Ladegerät nach Qi2-Standard. Drei Jahre Internetverbindung sind beim Fahrzeugkauf enthalten.

Äußerlich bleibt der Mégane grundsätzlich das bekannte kompakte Elektroauto, Renault spricht jedoch von einem dynamischeren Auftritt und erweitert unter anderem das Angebot an Rädern und Lackierungen. Neu ist beispielsweise die Farbe „Schiefer-Blau satiniert“.

Mit der Modellpflege setzt Renault vor allem an zwei wichtigen Punkten an: Ladezeit und Preis. Während die Reichweite mit knapp 500 Kilometern weiterhin auf einem für die Fahrzeugklasse ordentlichen Niveau liegt, dürften insbesondere die nun deutlich kürzeren Ladestopps den Mégane auf längeren Strecken attraktiver machen. Gleichzeitig rückt der Einstiegspreis von 34.990 Euro das inzwischen seit 2022 angebotene Modell preislich wieder näher an jüngere Elektroautos heran.

Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 25. September 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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