Renault: Künftig keine Batteriemiete mehr für ZOE und Kangoo Z.E.

Renault: Künftig keine Batteriemiete mehr für ZOE und Kangoo Z.E.
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Beim Kauf des Elektroautos Zoe von Renault gibt es aktuell noch zwei Optionen: Man kann die Batterie für einen monatlichen Fixpreis, der sich an der Laufleistung orientiert, in Höhe von mindestens 70 Euro mieten oder für gut 8.000 Euro Aufpreis kaufen. Doch damit ist ab dem 14. November Schluss. Denn ab dann streicht Renault die Option der Batteriemiete bei seinen Modellen ZOE und Kangoo Z.E.. Bisher davon ausgenommen ist der Renault Twizy. Dieser soll bis auf Weiteres weiter ausschließlich mit Batteriemiete angeboten werden.

Bereits Mitte Oktober konnten wir berichten, dass Renault sich vom Mietmodell verabschieden wolle. In Großbritannien und Spanien ist das bereits der Fall. Das Sondermodell Riviera gibt es ausschließlich mit Kaufakku, auch hier in Deutschland. Gleiches gilt für den kommenden Twingo Electric. Als Grund für die Abkehr gilt der hohe bürokratische Aufwand beim Mietmodell. So musste der Käufer für die Akkumiete einen Extravertrag mit der Renault Bank abschließen. Auch der Handel mit gebrauchten ZOE wurde durch das Mietmodell erschwert. Denn falls ein Interessent den gebrauchten Mietakku wie auch das Fahrzeug selbst kaufen möchte, muss der Händler zunächst den Zustand der Batterie ermitteln und ein individuelles Kaufangebot unterbreiten.

Gegenüber Electrive.net gab Renault zu verstehen: „Ab 14. November sind für die Händler freie Spezifikationen von Zoe und Kangoo Z.E. mit Batteriemiete nicht mehr möglich.“ Bis dahin gelte eine Art Übergangszeit. Zumindest für noch laufende Verkaufsgespräche. In diesem Fall sei es Händler bis zum 21. November 2020 noch möglich Verkäufe mit Batteriemiete abzuschließen und die entsprechenden Kaufanträge einzugeben. „Ab dem 22. November sind neue Kaufanträge für Versionen mit Batteriemiete nur noch für Fahrzeuge aus dem Bestand und Vorlauf möglich“, so der Sprecher gegenüber dem Portal. Lediglich der Twizy sei von dieser Entwicklung ausgenommen.

Kommunikationschef und Renault-Vorstand Martin Zimmermann bestätigte, dass das Mietmodell aus mehreren Gründen nicht mehr zeitgemäß sei: Die Akkus hätten sich im Alltagsbetrieb als deutlich standfester erweisen als zunächst angekommen. Zudem sorge der Umweltbonus in Höhe von aktuelle beinahe 10.000 Euro dafür, dass die „Hemmschwelle“ für den E-Auto-Kauf deutlich gesunken ist. Eine neue ZOE mit Kaufakku ist dank dem staatlichen Zuschuss aktuell günstiger, als der Kaufpreis einer ZOE mit Mietakku.

Anzumerken ist, dass dies auf bestehende Batteriemieten kein Einfluss habe. Aber es sei möglich, dass man sich aus laufenden Verträgen herauskaufen können. Hierzu muss man über seinen Renault Händler das Alter und den Zustand der Batterie ermitteln lassen. Auf Grundlage dieser Daten erhalte man dann ein Angebot für den Kauf der Batterie. Geht man darauf ein gehört einem die Batterie und die monatliche Akku-Miete entfällt.

Quelle: Electrive.net – Renault: Keine Batteriemiete mehr bei Zoe und Kangoo Z.E.

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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