PHEV-Kaufprämie: Ab 2022 nur noch für Hybridfahrzeuge mit mindestens 60 Kilometern E-Reichweite

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Felix Katz
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Das Bundeswirtschaftsministerium plant eine Verlängerung der E-Auto-Prämie bis zum Jahr 2025. Zwar sollen auch Plug-in-Hybride förderfähig bleiben, aber um weiterhin die finanzielle Unterstützung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu bekommen, müssen PHEV-Fahrzeuge laut Förder-Entwurf ab dem Jahr 2022 eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometern vorweisen.

Laut auto-motor-und-sport.de wurden bei der Bafa bis zum 1. August 2021 insgesamt 744.952 E-Auto-Förderanträge gestellt. Davon entfallen laut Bericht 411.874 auf reine Elektroautos, 332.873 auf Plug-in-Hybrid-Modelle und 205 auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Während E-Autos in den letzten anderthalb Jahren Verkaufsrekorde brachen und immer beliebter wurden, erfreuen sich Plug-in-Hybride einer großen Beliebtheit vor allem als Firmenwagen. Ein Grund hierfür ist sicherlich der niedrige Steuersatz. Denn anstatt der üblichen 1-Prozent-Regelung, die sich auf den Brutto-Listenpreis bezieht, müssen Plug-in-Hybride mit nur 0,5 Prozent versteuert werden, sofern sie weniger als 65.000 Euro kosten. Erst im vergangenen Sommer war die bestehende Kaufprämie (Umweltbonus) über eine „Innovationsprämie“ erhöht worden. So hatte der Bund seine Förderung beim Kauf eines Elektrofahrzeugs verdoppelt. Kein Wunder also, dass seither die Neuzulassungen von Elektroautos und PHEV stark gestiegen sind. Hier finden Sie eine Liste der aktuell förderfähigen E-Autos.

Aus diversen Medienberichten geht hervor, dass die Änderung der Förderrichtlinie beim Wirtschaftsministerium in Abstimmung sei – um die Elektromobilität weiter mit Nachdruck voranzutreiben, heiße es im Entwurf. Wie der Stern berichtet, seien allein im ersten Halbjahr 2021 über 258.000 Fahrzeuge mit der Innovationsprämie gefördert und rund 1,32 Milliarden Euro ausbezahlt worden. Aktuell sind Hybrid-Fahrzeug noch förderfähig, die maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder eine rein elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern besitzen. Ab Oktober 2022 soll diese Mindestreichweite auf 60 Kilometer erhöht werden, ab dem Jahr 2025 gar auf 80 Kilometer. Die Grenze bei den Emissionen bleibe hingegen gleich.

Einige Modelle würden aus der Förderung fallen

Laut dem Neuwagen-Vergleichsportal „carwow“ würden zum aktuellen Stand ab nächstem Jahr einige Modelle somit aus der Förderung fallen:

Modell elektr. Reichweite [in km] CO2-Emissionen [in g CO2/km]
Audi Q8 TFSI e 46 61
Ford Explorer 42 71
Ford Tourneo Custom PHEV 50 70
Ford Transit Custom Kombi PHEV 50 70
Jaguar F-Pace Plug-in Hybrid 53 54
Jeep Wrangler 4xe 53 79
Land Rover Defender PHEV 43 64
Land Rover Range Rover Velar PHEV 53 52
Volvo XC60 Plug-in Hybrid 54 54
Volvo XC90 Plug-in Hybrid 51 60
VW Touareg eHybrid 57 59

Die aufgelisteten Fahrzeuge wären damit nach aktuellem Stand ab nächstem Jahr nicht mehr für den verringerten Steuersatz für Firmenfahrzeuge zugelassen und zukünftige Käuferinnen und Käufer müssten darüber hinaus auf bis zu 6.750 Euro BAFA-Förderung samt Herstelleranteil verzichten, wenn der gewünschte Hybrid unter 40.000 Euro kostet. Plug-in-Hybride, die mehr als 40.000 Euro kosten, werden aktuell noch mit bis zu 5.625 Euro gefördert – auch diese Förderung würde dann flach fallen. Beachtet werden muss dann nach Angaben von „carwow“ auch, wann das Auto ausgeliefert wird. Eine Förderung sei dann nicht mehr abhängig vom Datum der Bestellung.

Viele Hersteller bereiten sich bereits auf die bevorstehenden Änderungen vor und überarbeiten ihre Modelle. So werde der Halbleitermangel derzeit auch genutzt, um Modelle neu zu homologieren – damit sie weiterhin förderfähig bleiben. Wundern Sie sich also nicht, wenn das gewünschte Modell derzeit nicht im Konfigurator zusammengestellt werden kann. Die meisten PHEV wird es nämlich auch weiterhin geben, bestätigen die meisten angefragten Hersteller.

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Felix Katz

Felix Katz

Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

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