Opel verschiebt Manta-Comeback deutlich nach hinten

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Die Rückkehr eines der bekanntesten Namen aus der Opel-Historie rückt weiter in die Zukunft. Der Hersteller hat bestätigt, dass eine Neuauflage des Manta frühestens nach 2030 Realität werden kann. Damit verabschiedet sich die Marke vorerst von früheren Zeitplänen, die eine Wiederbelebung des Sportwagens bereits zur Mitte des laufenden Jahrzehnts vorgesehen hatten. Opel-Chef Florian Huettl machte in einem Interview deutlich, dass das Projekt intern weiterhin existiert, derzeit jedoch keine kurzfristige Priorität besitzt. Zwar gebe es konkrete Designmodelle, ein Serienstart liege jedoch klar jenseits der kommenden Jahre.

Diese Einordnung markiert eine deutliche Verschiebung gegenüber früheren Aussagen aus Rüsselsheim. Über mehrere Jahre hinweg hatten Verantwortliche von Opel den Manta als Symbol für den emotionalen Aufbruch der Marke im Zeitalter der Elektromobilität positioniert. Besonders aufmerksam verfolgt wurde der Umbau eines klassischen Manta A zu einem Elektroauto, der öffentlich als „emotionaler Aufwärmer“ für ein mögliches Serienmodell präsentiert wurde. Das Einzelstück sollte zeigen, wie sich historische Linienführung mit moderner Antriebstechnik verbinden lässt, ohne konkrete technische Daten oder Produktionsziele vorwegzunehmen. Der Auftritt des Umbaus blieb bewusst symbolisch, weckte jedoch Erwartungen an eine baldige Fortsetzung.

Inzwischen hat sich das Umfeld, in dem Opel agiert, spürbar verändert. Innerhalb des Vielmarkenkonzerns Stellantis wurden die mittelfristigen Prioritäten neu geordnet. Nach Angaben von Huettl konzentriert sich die Marke in den kommenden Jahren auf Volumenmodelle und Segmente mit hoher Nachfrage. Eine Neuauflage des Manta passt derzeit nicht in diese Planung, da Entwicklungsressourcen und Investitionen stärker auf Kernbaureihen gelenkt werden. Diese Entscheidung ist weniger als Abkehr vom Sportwagen-Erbe zu verstehen, sondern als Ausdruck einer strategischen Fokussierung.

Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem zwei Modellreihen. Der Kleinwagen Corsa bildet seit Jahren eine tragende Säule im Portfolio. Die aktuelle Generation ist seit 2019 auf dem Markt und erhielt 2023 ein umfangreiches Facelift. Für das laufende Jahr ist zudem eine sportlich positionierte GSE-Variante angekündigt, deren Elektromotor eine Leistung von 207 kW bereitstellt. Parallel dazu spielt das kompakte SUV Mokka eine zentrale Rolle in der Ausrichtung der Marke. Das Modell kam 2021 auf den Markt, wurde 2024 überarbeitet und ist seit Ende 2025 auch als Mokka GSE mit stärkerem E-Antrieb erhältlich.

Beide Baureihen stehen vor einem weiteren Entwicklungsschritt. Nach derzeitiger Planung dürften Corsa und Mokka innerhalb der kommenden 18 Monate jeweils einen Nachfolger erhalten. Damit bindet Opel erhebliche Kapazitäten in Design, Technik und Produktion. Vor diesem Hintergrund erscheint die Verschiebung eines emotional aufgeladenen Nischenprojekts wie des Manta nachvollziehbar. Huettl betonte, dass die wirtschaftliche Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Marke Vorrang habe, bevor zusätzliche Modelle mit begrenztem Volumen realisiert werden können.

Quelle: heise.de – Opel Manta: Neuauflage wird verschoben

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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