Opel Frontera Gravel: Abseits der Norm

Opel Frontera Gravel: Abseits der Norm
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Stefan Grundhoff
Stefan Grundhoff
  —  Lesedauer 3 min

Nach langen Jahren lässt Opel seine Fans endlich wieder einmal träumen – von einem Ausflug ins Grüne. Der Opel Frontera Gravel ist bislang ein Einzelstück, mit dem die Rüsselsheimer das Kundeninteresse am einem rustikalen Offroad-SUV abklopfen wollen. Ein späterer Serieneinsatz scheint jedoch nicht ausgeschlossen.

Opel beschränkte sich in den vergangenen Jahren bei seinen Autos zumeist auf das Wesentliche. Sportmodelle und emotionale Modelle wurden aus der Konzernzentrale gestrichen, um die Ertragszahlen in die rechte Spur zu bringen. So langsam aber wird es wieder bunter und Opel zeigt, dass es aus Hessen mehr als trockene Hausmannskost für den Blitz geben soll. Bestes Beispiel ist der rustikale Opel Frontera Gravel, der zeigt, wohin ein Familien-SUV reisen kann – zunächst als Gedankenspiel.

Der Auftritt in schwarz-gülden ist zugegeben mehr als selbstbewusst. AT-Stollenreifen auf 16 Zoll großen Borbet-Felgen, Dachrack, Seilwinde, seitlich befestigte Sandplatten sowie LED-Barren an Dach und auf der Motorhaube – keine Frage, dieser Frontera ist nicht allein etwas für den Ausflug auf Landstraße und Autobahn. Das Kennzeichen belegt, dass es sich bei dem Einzelstück um eine Elektroversion handelt, die gerne den Weg ins Gelände finden darf.

Eingestiegen und es geht los auf eine kurze Testrunde durch Rüsselsheim. Angetrieben vom bekannten PSM-Elektromotor mit 83 kW / 113 PS / 124 Nm ist der knapp 29.000 Euro teure Frontera aktuell kein Allradler, sondern wird maximal gerade einmal 143 km/h schnell allein über die Vorderachse angetrieben. Das war beim ersten Opel Frontera, produziert von 1991 bis 2004, und seinerzeit erfolgreicher denn je, anders.

Sollte eine Offroadversion im Farbton Desert Stone mit schwarzen Kontrastelementen zum elektrischen Serienmodell werden, käme Opel um einen Antrieb an beiden Achsen nicht herum, der technisch möglich wäre; aktuell im Hause Stellantis jedoch den größeren Modellen auf der STLA-Plattform vorbehalten bleibt, wie etwa dem Opel Grandland. Dann sollte jedoch auch ein größerer als der aktuell 44 kWh fassende Akku verbaut werden, der mit den AT-Reifen und dem Dachaufbau sicher keine Reichweiten von 300 Kilometern realisieren würde.

Opel

Dabei präsentiert sich der Opel Frontera Gravel nicht allein von außen rustikaler als seine gewöhnlichen Straßenbrüder, sondern auch im Innern geht es nach dem Umbau durch die Tuningfirmen Blackfish / XS edler und sehenswerter zu, denn die Sitze wurden mit einem Mikrofaserbezug bespannt, was das Ambiente des elektrischen Crossovers spürbar verändert. Ansonsten präsentiert sich der Frontera wie man ihn kennt mit einem guten Platzangebot, moderner Bedienung und allemal Wohlfühlambiente. Jetzt geht es für den Frontera Gravel erst einmal auf Tour durch Deutschland zu zahlreichen Events – das Kundeninteresse anklopfen.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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