Wer bei Omoda & Jaecoo nach einem E-Auto sucht, hat künftig die Wahl zwischen zwei Größen und zwei recht unterschiedlichen Konzepten. Neu ins Programm rückt der Omoda 4, ein urbaner Crossover für das B-Segment, der den Einstieg in die Marke bildet. Eine Klasse darüber steht der überarbeitete Omoda 5, den es nach dem Facelift ebenfalls rein elektrisch geben wird. Beide nutzen die T1X-Plattform der Chery Group, fahren mit Frontantrieb und speichern ihre Energie in der Elektroversion in einer LFP-Batterie.
Ein Blick auf die Datenblätter zeigt, wie unterschiedlich die beiden ausgelegt sind. Im Omoda 4 EV arbeitet ein Elektromotor mit 160 kW (218 PS) und 275 Nm, der den Crossover in 7,9 Sekunden auf 100 km/h bringt und bei 172 km/h abregelt. Die 67 kWh große Batterie soll mehr als 450 Kilometer Reichweite ermöglichen. Am Schnelllader nimmt das Modell bis zu 120 kW auf, von 30 auf 80 Prozent vergehen laut Hersteller 22 Minuten.
Anders ausgelegt ist der Omoda 5 EV. Sein Antrieb leistet 155 kW (211 PS) bei 288 Nm, der Sprint auf Tempo 100 gelingt in 7,2 Sekunden, Schluss ist bei 171 km/h. Verbaut ist eine 61-kWh-Batterie, mit der das Auto nach WLTP auf 430 Kilometer kommt, bei einem homologierten Verbrauch von 15,9 kWh/100 km. Gleichstrom fließt mit maximal 130 kW, für das Fenster zwischen 30 und 80 Prozent nennt der Hersteller 28 Minuten. An einer AC-Ladestation mit 11 kW dauert eine Ladung von 10 auf 100 Prozent etwa sieben Stunden.
Stellt man beide Werte nebeneinander, ergibt sich eine umgekehrte Rangfolge innerhalb der Modellfamilie. Das kleinere Auto bringt den größeren Akku und die höhere Reichweitenangabe mit. Zwar erreicht der Omoda 5 die höhere Spitzenladeleistung, für das gleiche Ladefenster benötigt der Omoda 4 jedoch sechs Minuten weniger. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass alle Angaben zum Omoda 4 noch vorläufig sind.
Entwickelt in Hessen, gefragt in 60 Ländern
Auch die Herkunft der beiden Modelle unterscheidet sich. Entwickelt wurde der Omoda 4 maßgeblich im europäischen Entwicklungszentrum von Chery in Raunheim bei Frankfurt, zugeschnitten auf den europäischen Markt. Bei 4,42 Metern Länge misst sein Radstand 2,63 Meter, der Kofferraum fasst mehr als 400 Liter und wächst mit umgeklappten Rücksitzlehnen auf über 1100 Liter.

Hinter dem Omoda 5 steht dagegen bereits eine Verkaufsgeschichte. Seit seiner Markteinführung Ende 2022 wurde er fast eine halbe Million Mal in 60 Ländern abgesetzt und war das erste Modell der Chery Group, das ausschließlich für Märkte außerhalb Chinas entwickelt wurde. Mit dem Facelift wuchs er um zehn Zentimeter auf 4,54 Meter, der Radstand entspricht mit 2,63 Metern nun dem des kleineren Bruders.
Im Innenraum setzen beide auf ein digitales Cockpit. Ein 8,8-Zoll-Kombiinstrument und ein hochkant angeordneter 13,2-Zoll-Touchscreen prägen den Omoda 4, im Omoda 5 sind es nach der Überarbeitung 8,9 und 15,6 Zoll. Per Smartphone-App lassen sich Standort und Reifendruck abfragen, beim Omoda 4 nennt der Hersteller ausdrücklich auch den Ladestand der Batterie.
Hinzu kommen 18 Fahrerassistenzsysteme im kleineren Crossover. In der Ausstattung Premium ergänzen eine 540-Grad-Kamera sowie die Parkassistenten APA und RPA das Paket, mit denen das Auto automatisch oder per Fernbedienung von außen einparkt. Beim Omoda 5 ist die Kamera bereits ab der Basisausstattung Pure an Bord.
Auf alle Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs und den Akkupack gewährt Omoda & Jaecoo acht Jahre oder bis zu 160.000 Kilometer Garantie, für das übrige Auto gelten sieben Jahre beziehungsweise 150.000 Kilometer. In Deutschland betreuen derzeit rund 50 Händler und Werkstätten die Kundschaft. Aus einem Ersatzteillager in Rheinland-Pfalz beliefert Logistikpartner Kuehne+Nagel die Handelspartner binnen 24 Stunden mit 99 Prozent aller Ersatzteile, Hochvoltbatterien eingeschlossen.
Quelle: Omoda – Pressemitteilung









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