Mehr Reichweite für die Urlaubsfahrt – für NIO-Kunden zukünftig möglich

Mehr Reichweite für die Urlaubsfahrt – für NIO-Kunden zukünftig möglich
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Iris Martinz
Iris Martinz
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Wer Glück hatte, konnte im Ladepark Zusmarshausen nahe Augsburg bereits einen Batteriewechselvorgang in NIOs erster Battery Swap Station Deutschlands live verfolgen – dauert es doch nur fünf Minuten, bis eine leere Batterie durch eine vollgeladene ersetzt wird. Im Heimmarkt China – wo erst kürzlich die 1.200ste Swap Station eröffnet wurde – geht NIO bereits einen Schritt weiter: ab sofort sind monatliche Upgrades auf größere Batterien möglich. Das ist Teil der „Battery-as-a-Service“-Strategie.

Welcher Elektroautofahrer kennt das nicht: für den Alltag ist eine Batterie im Bereich 40- 80 Kilowattstunden völlig ausreichend. Aber diese eine Urlaubsfahrt im Sommer würde eben mehr Batteriekapazität und damit höhere Reichweiten benötigen, damit die ersten Stunden des wohlverdienten Urlaubs nicht an den Ladesäulen verbracht werden müssen. Für viele ein Argument, kein Elektroauto zu kaufen, Stichwort Reichweitenangst.

Für NIO-Kunden gibt es eine Lösung: die standardmäßig 70/75 Kilowattstunden große Batterie kann für ein Monat (oder ein Jahr) auf ein großes Batteriepack mit 100 Kilowattstunden upgegradet werden. Damit muss keine große Batterie herumgefahren werden, die die meiste Zeit nicht gebraucht wird. Nach einer Berechnung von NIO könnten diese flexiblen Upgrades die fahrzeugbezogenen CO2-Emissionen über die Gesamtlebensdauer des Fahrzeugs um 10,7 Prozent senken.

Die Ingenieure von NIO haben die Swap Stations verbessert, um solche Batterie-Upgrades noch komfortabler und effizient zu gestalten. Außerdem wird beim Wechselvorgang der Zustand der Batterie erfasst: wie bei einer Gesichtserkennung mittels künstlicher Intelligenz scannt die Swap Station die zu tauschende Batterie auf Beschädigungen, die durch die Lage am Unterboden nicht immer auszuschließen sind. Die KI lernt an jedem Sample.

Wird eine mögliche Beschädigung erkannt, wird die Batterie aussortiert, um künftige Probleme auszuschließen. Nach dem Sammeln von mehr als 100.000 Datenpunkten erkennt die Software nun bis zu 95 Prozent der Fehler. Gegenüber anderen Herstellern hat NIO den großen Vorteil, dass zahlreiche Sensoren in der Swap Station, darunter solche für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Rauch, Wasser und visuelle Erfassung, eine getauschte Batterie umfassend analysieren können.

Quelle: NIO – Pressemeldung vom 30. November 2022

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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