Nio: Planungssicherheit bei Strompreisen

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Künftig sollen Batterien bei Nio-Modellen nicht nur schneller, sondern auch kostengünstiger gewechselt werden. so Nio in einer aktuellen Mitteilung. Ferner soll das Netz an Power Swap Stations (Batteriewechselstationen) in den kommenden Monaten weiter wachsen und bis April 2024 kostenfreien Batterietausch bieten. Ab April 2024 ändert sich dies.

Dann erhalten Nutzer zwei kostenlose Swaps pro Monat im BaaS-Modell, wobei nur die Energiedifferenz zwischen der neuen und zurückgegebenen Batterie berechnet werde. Ab dem dritten Swap fällt dem Hersteller zufolge eine Gebühr von 10 Euro an. Durch die Zusammenarbeit mit RWE zahlen Nio-Nutzer:innen einen attraktiven Preis von rund 0,39 Euro pro Kilowattstunde.

RWE hat eine Kooperationsvereinbarung mit Nio geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird RWE die Stromversorgung für alle Nio-Einrichtungen übernehmen, die nicht direkt Strom vom Grundstückseigentümer beziehen. Zu diesen Einrichtungen gehören Nio Power Swap Stations, Nio Houses, Nio Hubs und verschiedene Nio-Büros.

Marius Hayler, General Manager von Nio Deutschland, erläutert in der entsprechenden Mitteilung des Unternehmens, dass durch die Zusammenarbeit mit RWE und den Zugang zur Strombörse die Batterien in den Power Swap Stations (PSS) kosteneffizient geladen werden können. Nio plant, einen wettbewerbsfähigen Preis anzubieten, der sich nicht täglich oder stündlich ändert, um den Nutzern Planungssicherheit zu geben.

Hendrik Niebaum, Leiter Commodity Solutions bei RWE Supply & Trading, betont, dass die Zusammenarbeit mit Nio über die reine Stromlieferung hinausgeht. RWE plant, die Wechselstationen von Nio auch als Batteriespeicher zu nutzen, um das deutsche Stromnetz bei schwankender Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien zu stabilisieren. Ein Geschäft, das sich durchaus lohnt, in Pilotprojekten erzielten Batterien aus Elektroautos pro Akkupaket Jahreserlöse im hohen dreistelligen bis niedrig vierstelligen Euro-Bereich.

In Deutschland wurden bereits acht Power Swap Stations eröffnet, darunter die erste voll automatisierte Station in Emsbüren. Neun weitere Stationen sind in Planung, um das Lade- und Batterietauschnetzwerk von Nio zu erweitern. Diese neuen Stationen befinden sich in verschiedenen Bundesländern, darunter Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen. Eine weitere Station in St. Augustin bei Bonn befindet sich in der Bauvorbereitung.

Quelle: Nio – Pressemitteilung vom 12.12.2023

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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