Zahl der Neuzulassungen bei E-Autos steigt stark

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Allen Unkenrufen zum Trotz sind im Juli in Deutschland fast 70 Prozent mehr Elektroautos (BEV) zugelassen worden als ein Jahr zuvor, berichtet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). 48.682 Neuwagen sind mit einem vollelektrischen Antrieb zugelassen worden. Damit ist der Zuwachs an neuen vollelektrischen Fahrzeugen in einem insgesamt im Vorjahresvergleich stärkeren Automarkt mit Abstand der höchste. Jedes fünfte neu zugelassene Auto war somit vollelektrisch.

Auch bei den Hybriden inklusive Plug-in-Hybride gab es einen Zuwachs, und zwar um 12,5 Prozent auf 67.483 Neufahrzeuge – das entspricht 27,7 Prozent aller neu zugelassenen Pkw. Allerdings rechnet das KBA hier auch Mild-Hybride hinein, die lediglich für eine Spritersparnis im unteren Deziliter-Bereich sorgen. Bei den Plug-in-Hybriden alleine setzt sich der Trend aber fort, dass diese sich zunehmend schlecht verkaufen. Fast 40 Prozent weniger als im Vorjahr wurden im Juli zugelassen (14.345), was auf den Wegfall der Umweltprämie zurückzuführen ist. Da diese für gewerbliche Kunden ab September generell wegfallen soll, wird allerdings abzuwarten sein, wie sich die Verkaufszahlen für E-Autos weiter entwickeln werden.

CO2-Ausstoß insgesamt sinkt leicht

Obwohl auch wieder mehr Benziner (83.358, +12,5 Prozent) und Diesel (42.496, +2,7 Prozent) als im Vorjahr zugelassen wurde, sank insgesamt der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neuen Autos im Vorjahresvergleich, wenn auch nur um 5,1 Prozent. Er lag damit bei 112,9 Gramm pro Kilometer.

Die Anzahl der gewerblichen Neuzulassungen nahm um 24,9 Prozent zu, ihr Anteil betrug 68,8 Prozent, private Neuzulassungen (31,1 Prozent) stiegen um 5,5 Prozent – die Bedeutung der dienstlich genutzten Fahrzeuge auf dem Gesamtautomarkt nimmt also weiter zu. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich jüngst dahingehend geäußert, dass er sich von mehr neuen gewerblichen E-Autos mittelfristig einen besseren Gebrauchtwagenmarkt für günstigere E-Autos verspricht, die sich dann eine breitere Masse leisten kann. Im Vorjahresvergleich war der Gebrauchtwagenmarkt im Juli gut 12 Prozent stärker als ein Jahr zuvor.

#1 katapultiert Smart zurück

Im Vorjahresvergleich sehr starke Monate erlebten die Automarken Polestar (1.052 Neuzulassungen, +442 Prozent), MG Roewe (2.239, +235 Prozent) und – in absoluten Zahlen am stärksten – Tesla (3.905, +230 Prozent). Ein fulminantes Comeback erlebte Smart dank des #1 mit 1.393 Neuwagen und 637 Prozent Zuwachs im Vorjahresvergleich. Ford legte um gut 42 Prozent zu, die deutschen Hersteller Mercedes (+29,4 Prozent), Mini (+29,1 Prozent), Audi (+22,5 Prozent), Porsche (+9,5 Porsche), BMW (+9,4 Prozent), Volkswagen (+8,3 Prozent) und Opel (+5,8 Prozent) verbuchten allesamt ebenfalls Zuwächse.

Mit einem Anteil von 30,3 Prozent waren die SUVs (+30,7 Prozent) das stärkste Segment, gefolgt von der Kompaktklasse (+19,2 Prozent, 16,6 Prozent Anteil). Zweistellige Anteile erreichten auch die Kleinwagen (11,4 Prozent) und Geländewagen (10,6 Prozent). Die Mittelklasse (10,5 Prozent) hingegen erzielte mit 42,6 Prozent die deutlichste Steigerung, dicht gefolgt von den Minis (6 Prozent), deren Zulassungsplus 41,2 Prozent ausmachte.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt – Pressemitteilung vom 04.08.2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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