Neues Gesetz soll Elektroautos für Fahrschulen attraktiver machen

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Michael Neißendorfer
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Bisher passten Elektroautos und Fahrschulen nicht wirklich zusammen. E-Autos haben nämlich keine Gänge, somit auch kein Schaltgetriebe, sondern eine Automatik. Wer aber seinen Führerschein auf einem Automatik-Fahrzeug macht, darf damit auch nur Automatik-Fahrzeuge fahren, außer er legt eine zusätzliche praktische Prüfung ab, verbunden mit zusätzlichem Zeit- und Kostenaufwand. Mit ein Grund, warum E-Autos in Fahrschulen noch kaum vertreten sind.

Um die Verbreitung von Elektroautos zu beschleunigen, plant das Bundesverkehrsministerium nun eine Neuerung, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Diese soll den Automatik-Führerschein attraktiver machen und somit auch Fahrschulen motivieren, mehr Fahrschüler auf Elektroautos auszubilden. Das käme auch dem Schadstoffausstoß auf den Straßen zugute, schließlich sind Fahrschulautos viele Stunden am Tag unterwegs.

Damit Automatik-Fahrschüler auch Schaltgetriebe beherrschen, sollen sie künftig während der Führerschein-Ausbildung zusätzlich eine Schulung in einem Schaltfahrzeug machen. Vorgesehen ist dem Verkehrsministerium zufolge ein Test, der Anfahren am Berg, Abbiegen, Vorfahrtsituationen sowie eine umweltschonende Fahrweise umfasst.

Einer DPA-Anfrage beim Verkehrsministerium zufolge habe die EU-Kommission den geplanten Änderungen bereits zugestimmt.

Quelle: Automobilwoche – Ziel sind mehr E-Autos in Fahrschulen: Automatik-Führerschein soll attraktiver werden

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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