Neuer Anlauf für das Solarauto Lightyear 2

Neuer Anlauf für das Solarauto Lightyear 2
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Lightyear

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der niederländische Solarauto-Hersteller Lightyear nimmt seine Arbeiten am Lightyear 2 wieder verstärkt auf, nachdem die Neuausrichtung nach massiver finanzieller Schwierigkeiten abgeschlossen sein soll. Darüber berichtet die Automobilwoche unter Berufung auf Aufsichtsrat Bernd Martens.

Martens ist erst seit Ende des vergangenen Jahres bei Lightyear an Bord und baute das Unternehmen in den vergangenen Wochen und Monaten grundlegend um. Der Lightyear 1, ein Viertelmillionen Euro teures Luxus-Solarauto, wurde eingestellt und das Firmengefüge offenbar verschlankt. „Die Phase der Restrukturierung seit meinem Einstieg im Dezember war dringend nötig, um die Firma zukunftsfähig aufzustellen. Inzwischen sind wir wieder auf Kurs und haben ein schlagkräftiges Team geformt, das den Markteintritt des Light­year 2 vorbereitet„, zitiert die Automobilwoche Martens.

Preis unter 40.000 Euro angestrebt

Inzwischen ist dieser nicht mehr – wie anfangs – Chief Operating Officer (COO), sondern Aufsichtsratsmitglied. Vom Konzept des Solarautos, das sich durch Solarpaneelen am Fahrzeug auch im Stand von alleine aufladen kann, sei Martens – früher Vorstandsmitglied bei Audi – weiterhin fest überzeugt. Der Automobilwoche sagte er: „Ich glaube weiter voll an das Konzept, mit dem Light­year 2 ein Elektrofahrzeug mit Solartechnologie zu einem attraktiven Preis auf den Markt zu bringen.“

Derzeit ist vorgesehen, dass das Fahrzeug 2025 auf den Markt kommen soll – für einen Preis von offenbar unter 40.000 Euro. Eine frühere Zielmarke lag sogar bei 30.000 Euro. Ob dieser Lieferstart gehalten werden kann, sei aber aktuell noch unklar, Gespräche mit Lieferanten fänden derzeit dazu statt.

Viel Zuspruch, wenig Erfolg

Ob sich das Konzept eines Fahrzeuges, durchsetzen kann, das zusätzlich zum Stecker auch in größerem Umfang von der Sonne geladen wird (kleinere Solarpaneele als Zusatz gibt es bereits bei mehreren Fahrzeugen, unter anderem dem Toyota Prius), gilt jedoch weiter als unsicher. Das deutsche Unternehmen Sono Motors scheiterte mit dem Sion krachend, Lightyear hat bereits ein Insolvenzverfahren hinter sich. Zwar erhält die Idee von vielen Seiten reichlich Zuspruch, offenbar gestaltet sich die wirtschaftliche Umsetzung aber als sehr schwierig.

Quelle: Automobilwoche – „Nach Insolvenz: Solar-Hersteller Lightyear startet neu“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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