Nach Hamilton zieht es auch Nico Rosberg zur E-Rallye-Serie Extreme E

Nach Hamilton zieht es auch Nico Rosberg zur E-Rallye-Serie Extreme E
Copyright:

Extreme E

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Anfang September gab der sechsfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton die Gründung seines eigenen Rennteams, X44, bekannt, das sein Debüt in der Extreme E geben wird. Gut anderthalb Monate später zieht es einen weiteren (Ex-) Formel-1-Fahrer zur Elektro-Rallye. Nico Rosberg wird in der Extrem E sein eigenes Team Rosberg Xtreme Racing (RXR) an den Start bringen, welches 2021 sein Renndebüt in der Meisterschaft feiern wird.

Unter der Leitung von Nico Rosberg ist das Team eine Weiterentwicklung von Team Rosberg, das 1994 von Nicos Vater, Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg, gegründet wurde. RXR baut auf dem Erfolg des Teams in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft sowie auf Nico Rosbergs Karriere als Unternehmer im Bereich nachhaltige Mobilität auf. Fahren wird Rosberg die Rallye-Wagen aber nicht selbst; zumindest nicht bei der offiziellen Rennserie.

Die Rennen finden auf der ganzen Welt statt. Die von Alejandro Agag, dem Gründer der Formel E-Serie, ins Leben gerufene Extreme E-Serie wird an fünf Orten ausgetragen, darunter in der Arktis, im Amazonas-Regenwald und an der senegalesischen Küste. Die Organisatoren und Teams der Rennen möchten im Rahmen der Events die wichtigsten Klimaprobleme unseres Planeten hervorheben und dazu inspirieren, die Herausforderungen der Klimakrise zu bewältigen. RXR zieht es in Extreme E, da man das Publikum über die Folgen der ökologischen Krise aufklären und inspirieren möchte, im Kampf gegen den Klimawandel sowohl international als auch lokal aktiv zu werden.

„Die Serie bietet eine einmalige Gelegenheit, nicht nur das globale Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken, sondern auch Maßnahmen im Kampf dagegen anzuregen. Seit meinem Ausstieg als aktiver Fahrer in der Formel 1 dreht sich meine Karriere um nachhaltige Technologien. Es ist unglaublich erfüllend, dies mit meiner Leidenschaft für den Rennsport verbinden zu können.“ – Nico Rosberg, Gründer und CEO von Rosberg Xtreme Racing

Das Engagement von RXR erstreckt sich auch auf Aktivitäten und Projekte abseits des Renngeschehens, wobei das Team mit hochrangigen Institutionen zusammenarbeitet, die soziale und ökologische Initiativen an den Austragungsorten der Rennen leiten. Eines der ersten Projekte, welches RXR in seiner Eröffnungssaison unterstützen wird, ist eine Initiative der Stiftung Prinz Albert II von Monaco, die mit ländlichen Gemeinden im Senegal zusammenarbeitet, um verfügbare Wasserressourcen und den Vegetationsstatus zu überwachen.

Durch den Einstieg von Rosberg in die Extreme E-Rennserie kommt diese abermals ins Gespräch. Zuletzt vor allem durch die Tatsache, dass man mittlerweile nicht nur auf ein radikales, 400 kW starkes Rallyefahrzeug blicken kann, sondern auch hochkarätige Fahrer vorzuweisen hat. Erst vor ein einigen Wochen konnten wir berichten, dass AFC Energy mit seinem H-Power Charger dafür sorgen werde, dass die bei der Rallye eingesetzten Fahrzeuge unabhängig von den örtlichen Gegebenheiten emissionsfrei geladen werden können.

RXR reiht sich eine in eine Liste bereits angekündigter Teams und Fahrer ein, darunter Chip Ganassi Racing und Andretti United (USA), Abt und HWA (Deutschland), Techeetah (Indonesien), QEV Technologies (Spanien) und das britische Team Veloce Racing sowie Hamiltons-Team X44. Zeitgleich mit dem Einstieg des Teams RXR in die Extreme E hat der führende Öko-Luxuskatamaranhersteller Sunreef Yachts unter Präsident Francis Lapp die bestehende Partnerschaft mit Nico Rosberg erweitert und ist nun auch offizieller Teampartner von Rosberg Xtreme Racing. Weitere Partner werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

Quelle: Extreme E Germany – Pressemitteilung per Mail

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Mehrheit in der Autoindustrie befürwortet Ende des Verbrenners

Mehrheit in der Autoindustrie befürwortet Ende des Verbrenners

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobilbranche ist in Vorreiter und Nachzügler gespalten. Die Mehrheit spricht sich für die E-Mobilität und strenge CO2-Grenzen aus.

MG4 EV Urban ab 18.990 Euro – unabhängig von Förderung

MG4 EV Urban ab 18.990 Euro – unabhängig von Förderung

Sebastian Henßler  —  

MG Motor gewährt bis Ende Juni 6000 Euro Bonus auf seine E-Autos – kombinierbar mit Förderung. Der MG4 EV Urban startet mit Herstellerbonus ab 18.990 Euro.

Milliardenförderung für E-Lkw: Bund treibt Ladeinfrastruktur massiv voran

Milliardenförderung für E-Lkw: Bund treibt Ladeinfrastruktur massiv voran

Daniel Krenzer  —  

Neue Förderung für E-Lkw-Ladeinfrastruktur: Bis zu eine Milliarde Euro für Unternehmen kommt zu bestehenden Förderungen hinzu.

Changan: Chinas stiller Riese greift an

Changan: Chinas stiller Riese greift an

Vanessa Lisa Oelmann  —  

Changan setzt auf Elektroautos, Plug-in-Hybride und Range-Extender. Dahinter steckt eine breite Technologiestrategie – und ein klares strategisches Kalkül.

E-Auto-Bestand 2030: Prognosen brechen deutlich ein

E-Auto-Bestand 2030: Prognosen brechen deutlich ein

Sebastian Henßler  —  

Eine neue Prognose senkt die Erwartung an die Elektromobilität deutlich. Auch 2040 dürfte die klare Mehrheit der Pkw in Deutschland ein Verbrenner bleiben.

Porsche peilt trotz Absatz-Delle 26 Prozent Elektroanteil an

Porsche peilt trotz Absatz-Delle 26 Prozent Elektroanteil an

Sebastian Henßler  —  

Porsche meldet im ersten Quartal einen deutlich gesunkenen Elektro-Anteil und ein operatives Ergebnis, das gegenüber dem Vorjahr stark eingebrochen ist.

Trumps Autozölle: Neue Eskalation trifft europäische Hersteller hart

Trumps Autozölle: Neue Eskalation trifft europäische Hersteller hart

Daniel Krenzer  —  

Abermals erhöhte US-Zölle auf Autoimporte setzen europäische Hersteller unter Druck und könnten günstige Modelle aus dem Markt drängen.