MW Motors und UAZ bauen Elektro-Geländewagen mit Allradantrieb

MW Motors und UAZ bauen Elektro-Geländewagen mit Allradantrieb
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MW Motors

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

MW Motors aus Tschechien ist manchen unserer Leser vielleicht noch von dem lässigen Retro-Stromer Luka EV ein Begriff. Auf das schnittige Coupé, das 2018 vorgestellt wurde, folgt nun ein rein elektrischer Geländewagen, ebenfalls in Retro-Optik. Denn das MW Motors Spartan genannte Fahrzeug entstand auf Basis des 469 Hunter des russischen Herstellers UAZ, quasi der Jeep des Ostblocks, erstmals produziert Anfang der 1970er Jahre.

Mit dem UAZ-469 hat der MW Spartan allerdings nur noch das Blechkleid gemein. Unter der Haube ist nun moderne Technologie statt eines Vierzylinder-Benziners mit gut 20 Liter Verbrauch verbaut. An Bord sind Batteriepacks mit je nach Käuferwunsch 56 bis 90 kWh Kapazität. Weitere technische Details nennt MW, bis auf den Hinweis auf einen Allradantrieb, nicht. Nur soviel: Als Rechtslenker soll der Spartan bereits im zweiten Quartal dieses Jahres in Großbritannien erhältlich sein, der Rest Europas soll ebenfalls noch in diesem Jahr mit Linkslenkern versorgt werden.

MW Motors

MW preist den Spartan auf seiner Website als ein hart arbeitendes, praktisches, minimalistisches, erschwingliches und einfach zu reparierendes Fahrzeug an und hat mehrere, spezielle Zielgruppen im Visier, die von großen Automobilherstellern gerne vergessen werden: Echte Allrad-Enthusiasten, Landwirte, Forstarbeiter, Fans extremer Offroad-Aktivitäten und Bergbauunternehmen im Tagebau, welche Wert legen auf robuste Leistung anstatt auf ausgefallene Interieurs oder Accessoires. Manche Menschen brauchen ein Arbeitstier, so der Hersteller, und der Spartan fülle diese Nische.

Bei der Produktion des Spartan arbeitet MW Motors offiziell mit UAZ zusammen. Die Kooperation ermögliche die Nutzung bestehender UAZ-Werke sowie der bestehenden Finishing-Werkstätten von MW Motors in Europa. Das ermögliche einen nachhaltigen CO2-Fußabdruck, garantiere auch die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und ermögliche einen erschwinglichen Preis des Fahrzeugs. Wie hoch dieser ausfällt, sagt MW Motors leider nicht. Aber schon der kleine Luca ist kein Schnäppchen und kostet mindestens 30.000 Euro.

Quelle: MW Motors — Website // Electrive — MW Motors und UAZ bauen E-SUV auf Basis des UAZ-469

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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