München erhält Audi charging hub, Nürnberg startet mit AR-Projekt

München erhält Audi charging hub, Nürnberg startet mit AR-Projekt
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Audi

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Autohersteller Audi hat im Münchner Stadtteil Obersendling einen neuen Schnellladestandort eröffnet. Seit wenigen Wochen kooperieren die Vier Ringe zudem mit &Charge, einem Unternehmen, das öffentliche Bewertungen von Ladestationen ermöglicht und die Nutzer:innen im Gegenzug dafür auch belohnt. Und am Audi charging hub in Nürnberg geht ein Pilotprojekt an den Start, mit dem Ziel, das digitale Ökosystem um ein Augmented-Reality-Erlebnis zu erweitern.

Nach den Standorten Nürnberg, Zürich, Berlin und Salzburg ist der neue Ladepark im Münchner Stadtteil Obersendling der fünfte der Marke. Der neue Audi charging hub in der Zielstattstraße verfügt über vier vorab reservierbare Schnellladepunkte mit bis zu 320 Kilowatt Ladeleistung.

Mit dem mittlerweile fünften Audi charging hub definieren wir einen neuen Leistungsstandard für das Laden im städtischen Wohngebiet“, sagt Bastian Geretshauser, Projektleiter Audi charging hub München. „Wir bieten nicht nur bis zu 320 kW Ladeleistung pro Ladesäule, sondern sorgen auch für eine konstante Ladeleistung mittels der power cubes, die aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien ehemaliger Forschungsfahrzeuge bestehen und als Pufferspeicher eine zweite Lebensphase antreten“. Dank dieser Zwischenspeicherung erziele Audi eine Energiemenge von insgesamt 1,05 Megawattstunden. Rein theoretisch sollen an dem Standort 60 Elektroautos ohne Unterbrechung laden können, bevor die Ladeleistung langsam abnimmt.

Audi-Elektroauto-Schnellladestation-Muenchen
Audi

Der neue Schnelllade-Hub befindet sich im Süden Münchens in einem Wohngebiet mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Cafés sowie Sport- und Freizeitangeboten. Geladen werden können Elektroautos aller Fahrzeugmarken. Fahrer:innen eines Audi profitieren dabei von vergünstigten Konditionen. Sie zahlen je nach Vertrag ab 0,35 Euro pro kWh und können über Smartphone und die myAudi App einen der vier Ladepunkte vorab reservieren. E-Fahrer von Fremdmarken bezahlen 0,50 Euro pro kWh entweder per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay.

Audi holt Kundenfeedback ein, um das Ladeerlebnis zu verbessern

Elektroautofahrer:innen aller Fabrikate profitieren Audi zufolge künftig auch von der Partnerschaft mit dem Anbieter &Charge. Für aktives Kundenfeedback im Rahmen spezieller Challenges an allen Audi charging hubs erhält man sogenannte „Freikilometer“. Wer den Audi charging hub nutzt, kann Benutzerfreundlichkeit, Sauberkeit und den sich bietenden Gesamteindruck der Ladestation bewerten.

Ziel ist es, ein rundum gelungenes Ladeerlebnis zu bieten und Verbesserungsmöglichkeiten aus dem Kundenfeedback schnell umzusetzen. Die &Charge-App ist im Apple App Store und dem Google Play Store kostenlos erhältlich. Mit &Charge können alle Ladestationen in ganz Deutschland bewertet werden, unabhängig vom Anbieter.

Pilotprojekt in Nürnberg: Augmented-Reality-Erlebnis in der Audi charging hub-App

Audi entwickelt derweil auch die eigenen digitalen Angebote weiter. Gemeinsam mit Vodafone testet Audi am charging hub in Nürnberg eine neue Augmented-Reality-Anwendung. „Mit dem Smartphone in der Hand kann man den Audi charging hub in Nürnberg erkunden und findet an fünf verschiedenen Points of Interest weiterführende Informationen“, erklärt Maximilian Oberacher, Projektleiter innovative Services Audi charging hub.

Dabei soll die Einbindung digitaler Elemente in die reale Welt „für den einen oder anderen Wow-Effekt“ sorgen, so Oberacher: „Die App zeigt beispielsweise virtuelle Audi e-tron Modelle und veranschaulicht, wie mittels der zusammengeschalteten Second-Life-Batterien der Strom in die Autos kommt.“ Zudem profitieren die Gäste von einem breiten digitalen Medienangebot, das sie während des Ladevorgangs kostenfrei nutzen können.

Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 12.09.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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