Modellpflege bei Mercedes EQV-Klasse & eVito

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Mercedes-Benz

Stefan Grundhoff
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Alles wartet bei Mercedes Vans auf die neue Elektroplattform Van.EA, die 2026 eingeführt wird und Modelle wie V-Klasse, eSprinter und eVito beheimatet. Doch erst einmal bekommt das Zwillingspaar aus V-Klasse und Vito eine gründliche Modellpflege.

Die ist schon deshalb wichtiger denn je, weil die neue Van.EA-Plattform allein für Elektrofahrzeuge ausgelegt ist, die Verbrennermodelle der Mercedes V-Klasse und des gewerblichen Vito jedoch noch einige Jahre auf der bekannten Plattform unterwegs sein werden. Auf den Markt kommt der überarbeitete Doppelpack aus Mercedes EQV / V-Klasse sowie eVito / Vito im kommenden Frühjahr. Die Optik unterstreicht, was Konzernlenker Ola Källenius ausgerufen hat: die PKW-Modelle mit Stern sollen künftig ins Luxussegment aufrücken und die gewerblichen Modelle im harten Wettbewerbsumfeld allemal premium sein. Davon profitiert als Erstes die neue Generation von V-Klasse und Vito, die unverändert mit Dieselmotoren angeboten werden, sich mehr denn je jedoch als Elektroversionen in Szene setzen sollen.

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Sowohl im privaten als auch im gewerblichen Modellportfolio sollen elektrische Transporter bis zum Jahre 2030 einen Anteil von mehr als 50 Prozent erreichen. Bereits seit Längerem bietet Mercedes Vans von jedem Modell eine elektrische Variante an. Bis heute wurden mehr als 40.000 batterieelektrische Vans verkauft – keine Überraschung, dass der eVito das meistverkaufte Modell ist.

Nach der Modellpflege im kommenden Jahr sollen sich die elektrischen Verkaufsanteile bei der V-Klasse und dem Vito nochmals nennenswert nach oben orientieren. „Wir wollen die begehrenswertesten Vans und Services anbieten und eine Vorreiterrolle bei der eMobilität einnehmen – von der Großraumlimousine über das Reisemobil bis hin zum gewerblichen Transporter“, sagt Klaus Rehkugler, Leiter Vertrieb und Marketing, „unsere neuen Midsize Van Modelle sind ein weiterer Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. Die weiter ausgereifte Luxus-Positionierung von EQV und V-Klasse sowie der geschärfte Premium-Charakter von eVito und Vito werden es uns ermöglichen, unseren Fokus auf margenstarke Regionen und Branchen zu verstärken.“

Die Mercedes V-Klasse wird an Front und Heck deutlich edler, mit neuen Leuchten und einer Chromspange, und bekommt auf Wunsch sogar einen beleuchteten Kühlergrillrahmen und erstmals einen Mercedes-Stern auf der Haube, um gerade in China noch mehr als bisher punkten zu können. Optisch fällt auch bei eVito und Vito die geänderte Front mit neuen Leuchteinheiten ins Auge. Schwer nachvollziehbar, wieso für einen gewerblichen Van wie den Vito, der nach Mercedes-Aussagen klar im Premiumsegment positioniert sein soll, eine Selbstverständlichkeit wie LED-Scheinwerfer noch Aufpreis kosten.

Wichtiger dürfte vielen Kunden sein, dass die Instrumententafel von Vito und eVito komplett überarbeitet wurde. Während die PKW-Versionen der V-Klasse oder des Reisemobils Marco Polo mit zwei jeweils 12,3 Zoll großen Bildschirmen für Instrumente und Navigation / Bedienung unterwegs sind, müssen Vito und eVito erneut mit deutlich weniger auskommen. Hier blickt der Fahrer wenig zeitgemäß jedoch noch auf zwei analoge Runduhren mit zentralen 5,5-Zoll-Kleindisplay.

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In der Mitte der Armaturentafel immerhin serienmäßig ist ein 10,25 Zoll großes Zentraldisplay für Navigation und Komfortfunktionen. Durch das Bediensystem MBUX ist auch der Mercedes eVito nunmehr in das elektromobile Ökosystem aus intelligenter Navigation mit aktivem Reichweitenmanagement und cloudbasierten Diensten sowie Apps eingebunden. Es sorgt für entspannteres Fahren mit Planungssicherheit, weil die Routenführung mit Echtzeitnavigationsdaten, Reichweite und Ladesäulen jederzeit flexibel angepasst wird.

Egal, ob Mercedes V-Klasse, EQV oder Vito und eVito in den Ausstattungslinien Base, Pro oder Select geordert werden, greift der Fahrer zu einem wahren Luxuslenkrad mit Touchslidern, das auch aus der aktuellen S-Klasse stammen könnte. Geblieben sind bei allen Modellen die zahlreichen praktischen Ablagen und im Gegensatz zur PKW-Version der V-Klasse verzichtet der Vito auf die überflüssige Touchbedienfläche unterhalb der Klimabedienung. Die ist schon deshalb entbehrlich, weil neuer Touchscreen und Sprachbedienung diese Bedienaltlast entbehrlich werden lassen. Wichtiger: Für die Modelle Mercedes Vito / eVito Tourer und den Mixto ist zum deutlich bequemeren Be- und Entladen erstmals eine elektrische Heckklappe verfügbar. Und alle gewerblichen Kunden können sich freuen, dass zumindest alle Modelle mit Automatikgetriebe eine zeitgemäße elektrische Parkbremse an Bord haben. Bei der Sicherheitsausstattung wird mit der Modellpflege im kommenden Jahr ebenfalls nachgelegt. So sind alle Mercedes Vito und eVito mit dem Aufmerksamkeits-Assistenten, Fahrlichtautomatik inklusive Regensensor, Tempomat, aktivem Bremsassistent mit Kreuzungsfunktion, Totwinkel- / Spurhalte- und Geschwindigkeits-Assistent nebst Rückfahrkamera ausgestattet.

Unverändert ist die Nutzlast der gewerblichen Midsizevans. Der Vito Kastenwagen ist mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,2 Tonnen und einer Zuladung von fast 1400 Kilogramm der Nutzlastriese seiner Klasse. Der eVito Kastenwagen bietet ein Ladevolumen von maximal 6,6 Kubikmetern und eine maximale Zuladung von bis zu rund 1000 Kilogramm.

Bei den Antrieben wird sich nach aktuellem Stand kaum etwas Grundlegendes ändern. Die bekannten Zweiliterdiesel zwischen 75 kW / 102 PS und 140 kW / 190 PS bleiben im Vito ebenso im Programm wie der Elektroantrieb von Mercedes eVito und den EQV. So behalten diese auch seinen obligatorischen Frontantrieb und das bekannte Akkupaket. Den großen Sprung im Hinblick auf Elektrifizierung bietet dann eben erst die neue Plattform Van.EA, die auch Hinterrad- und Allradantrieb sowie verschiedene Akkugrößen mit einem nennenswerten Plus an Reichweite bieten wird.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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