MG kündigt Elektro-Roadster Cyberster für 2024 an

MG kündigt Elektro-Roadster Cyberster für 2024 an
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Michael Neißendorfer
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Die britisch-chinesische Automarke MG will im kommenden Frühjahr die Serienversion ihres elektrischen Roadsters vorstellen. Der zweisitzige E-Sportwagen, der bereits 2020 als Cyberster-Konzept angeteasert wurde, ist intern als Project E bekannt. Voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2024 sollen die ersten Fahrzeuge an Kunden in Großbritannien ausgeliefert werden, so der Hersteller.

Das Serienauto werde „ein Wendepunkt in Bezug auf die Wahrnehmung der Marke“, sagte MGs Commercial Director für Großbritannien Guy Pigounakis bei einer Veranstaltung. Zum Antriebslayout – ob Heck oder Front – und Leistungsdaten gibt es noch keine konkreten Informationen. Pigounakis aber stellte bereits eine „sehr leistungsstarke“ Version mit Allradantrieb in Aussicht.

Bereits im August veröffentlichte MG ein erstes Teaser-Video. Darin zu sehen ist unter anderen die Silhouette des schlanken Roadsters mit langer Nase, ein Dach aus Segeltuch und unverwechselbare LED-Scheinwerfer. Auch die Rückleuchten im Design des Union Jack sind zu sehen – eine Anspielung auf die britischen Wurzeln von MG. Der Hersteller betitelte das Video mit „Rückkehr der Legende“, ein Hinweis auf die legendäre Roadster-Vergangenheit der Briten.

Eigentlich sollte der Elektro-Roadster auf der Automesse im chinesischen Guangzhou Ende November enthüllt werden. Aufgrund der Unwägbarkeiten infolge der Corona-Pandemie hat MG die Weltpremiere des Cyberster aufgeschoben, heißt es.

Der Elektro-Roadster, so vermutet die britische Autocar, soll in der Topversion auf eine Reichweite von gut 800 Kilometern kommen und innerhalb von gut 3 Sekunden auf Tempo 100 sprinten. Trotz dieser sehenswerten Leistungsdaten soll das offene E-Auto auch für eine breite Käuferschicht erschwinglich sein – möglicherweise sogar im Wettbewerb zu aktuellen Sportwagen der Einstiegsklasse mit Verbrennungsmotoren. Dabei dürfte es sich aber um deutlich schwächer motorisierte Versionen mit geringerer Reichweite handeln.

Auf durchaus günstige Preise deutet eine Aussage von Pigounakis hin. Er sagte, das Produktionsvolumen von MG – der Hersteller verkaufte allein in China im vergangenen Jahr eine halbe Million Autos – mache es möglich, einen Elektro-Sportwagen ohne strengen Blick auf die Bilanz einzupreisen, zumal ein Fahrzeug wie der Cyberster „massive PR- und Marketingvorteile“ mit sich bringen würde.

Quelle: Autocar – MG Cyberster EV roadster confirmed for April reveal

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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