Mercedes Vision V: Ausblick auf den kommenden Luxus-Van

Mercedes Vision V: Ausblick auf den kommenden Luxus-Van
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Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 5 min

Mit der Einführung der modularen, flexiblen und skalierbaren Van Electric Architecture (VAN.EA) beginnt ab 2026 eine neue Ära: Mercedes-Benz definiert den privaten Van neu und führt ihn mit besonderem Fokus auf die „Private Lounge“ in das Luxussegment. Das künftige Modellportfolio soll entsprechend der unterschiedlichen Kundenansprüche vom flexiblen Einstiegs-Familien-Van über exklusive VIP-Shuttles bis hin zu luxuriösen Limousinen mit enormem Raumangebot reichen, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Das Showcar Vision V gibt einen Ausblick auf die Top-End-Variante. Es zeigt die Vision von Mercedes‑Benz Vans, das großzügiges Raumangebot mit Exklusivität und einem immersiven, digitalen Erlebnis verbinden will. Den Vision V bezeichnet der Hersteller als eine luxuriöse und elegante Chauffeur-Limousine, die neue Welt des Komforts schaffe. Das sportlich, elegante Exterieur unterstreicht das ikonische Design und soll Dynamik und Status zugleich ausstrahlen.

„Der Vision V ist der Beginn einer neuen Ära für Mercedes‑Benz Vans. Er zeigt, wie wir Luxus im wahrsten Sinne des Wortes Raum geben und ein eigenes Segment definieren. Damit setzen wir Maßstäbe in Design, Komfort und immersiver User Experience – und werden den höchsten Ansprüchen unserer Kunden gerecht“, sagt Thomas Klein, Leiter Mercedes-Benz Vans.

Lounge-Charakter mit hohem Komfort

Die großzügige, sich automatisch öffnende Portaltür auf der rechten Seite und die beleuchtete ausfahrbare Stufe soll zum Einsteigen und Wohlfühlen einladen. Eine intelligente, schaltbare Glaswand trennt die „Private Lounge“ vom Fahrerbereich. Das Glas lässt sich auf Wunsch komplett oder in Teilbereichen von transparent auf blickdicht verändern. Die „Private Lounge“ ist offen gestaltet, um ein Gefühl von Weite und Freiheit, gleichzeitig aber auch von Geborgenheit und Ruhe zu vermitteln.

Bei der Fahrzeugstudie kontrastieren kristallweißes Leder Nappa und schimmernde weiße Seide mit großflächigen Zierelementen aus offenporigem Wurzelholz. An den Seitenwänden sind, ähnlich einem hochwertigen Sideboard, Vitrinen in das dunkle Holzzierteil eingelassen, eingerahmt von Zierleisten aus poliertem Aluminium. Sie bieten zum Beispiel Platz für persönliche Accessoires wie Handtasche, Sonnenbrille oder Smartphone.

Der Beginn einer neuen Ära: Der Vision V gibt einen Ausblick auf ein neues Segment luxuriöser Limousinen
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Ebenfalls integriert ist ein Gaming-Controller für Rennspiele und einer von insgesamt 42 Lautsprechern. Weitere Lautsprecher sind in runden Glasgehäusen an handgefertigten Design-Halterungen befestigt, die aus den Seitenwänden ragen. Auch die Mittelkonsole zwischen den beiden Einzelsitzen ist als Vitrine gefertigt. Sie verfügt über ein Touchpad zur Bedienung des Infotainmentsystems und einen ausklappbaren Tisch. Er ist ausgeklappt wie ein Schachbrett gestaltet – eine Hommage an die Schönheit und Eleganz traditioneller Handwerkskunst. Die Mittelkonsole passt sich automatisch an die jeweilige Sitzposition an.

Neuartige Luxussitze im futuristischen Design

Die First-Class-Sitze ruhen im Stil eines eleganten Lounge-Sessels auf einem Fuß aus poliertem Aluminium. Die elektrisch verstellbaren Sitze sollen mit hoher Ergonomie für erstklassigen Reisekomfort sorgen. Zusätzlich lassen sie sich durch Flachstellen in eine bequeme Liegeposition bringen. Für individuelle Lichtstimmungen sorgt die umlaufende Ambientebeleuchtung mit Lichtbändern und einer Deckenleuchte wie in einem Wohnzimmer.

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Ein Highlight der „Private Lounge“ ist der ausfahrbare, 65 Zoll große Cinema-Screen mit Split-Screen-Funktion, der sich unter dem Fußboden befindet. Sobald die Passagiere eingestiegen und die Türen geschlossen sind, gleitet er aus einer mit Wurzelholz und Leder Nappa gestalteten Konsole nach oben. Durch die transparenten Lamellen im Boden können die Passagiere dabei zuschauen, wie das Display ausfährt und die „Private Lounge“ vom Cockpit trennt. Gleichzeitig fahren die Sitze zurück. Der Cinema-Screen erwacht zum Leben und verwandelt den Innenraum in eine Erlebniswelt, die es in dieser Form bislang in keinem Automobil gibt.

Der Cinema-Screen zeigt mit seiner 4K-Auflösung Videos oder Spiele mit hoher Klarheit und Detailgenauigkeit. Das Surround-Soundsystem mit Dolby Atmos und 42 Lautsprechern ermöglicht räumlichen Klanggenuss. Sieben Projektoren in Dachhimmel und Boden erweitern das Sichtfeld. Die Seitenscheiben werden zu zusätzlichen „Leinwänden“ – und erzeugen ein digitales 360-Grad-Erlebnis.

Der Beginn einer neuen Ära: Der Vision V gibt einen Ausblick auf ein neues Segment luxuriöser Limousinen
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Die Fensterscheiben lassen sich wie die Trennwand zum Fahrerbereich und die Boden-Lamellen in der „Private Lounge“ blickdicht schalten und unterstreichen den exklusiven Chauffeur-Charakter. Das Glas kann sich von transparent zu verschiedenen Stufen der gewünschten Blickdichte verändern – für mehr Privatsphäre, zum Sonnenschutz oder um dynamische Flächen für digitale Inhalte zu schaffen. Es verfügt über winzige Flüssigkristalle, die sich durch elektrische Spannung ausrichten.

Niedrige Silhouette mit neuer Ästhetik

Das Exterieur-Design des Vision V markiert den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung der Designsprache von Mercedes-Benz. Das skulpturale Erscheinungsbild ist geprägt von einer innovativen Ästhetik mit hohen Ansprüchen an Aerodynamik. Die Überhänge und der Vorbau sind betont kurz. Die Seitenwände haben eine besonders schmale Taille. Die straff gespannte Dachlinie mündet in ein fließend abgerundetes Heck. Diese stromlinienförmige Silhouette soll imposante Kraft und dynamische Leichtigkeit zugleich signalisieren.

Die markante Front kennzeichnet der neu interpretierte charakteristische Chrom-Kühlergrill. Er hat drei horizontale gläserne und beleuchtete Lamellen. Knapp 200 dieser technisch anmutenden Leuchtelemente umranden zudem den Chromrahmen. In einer ausgeprägten offenen Karosseriefuge unterhalb der Motorhaube finden sich weitere rund 190 leuchtende Lamellen. Sie rahmen die Scheinwerfer an den Seiten ein, die die ikonische Form des dreizackigen Mercedes Sterns haben. Nähern sich die Passagiere dem Vision V, startet zur Begrüßung eine dynamische und kunstvolle Lichtinszenierung in allen Lamellen.

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Anfang kommenden Jahres soll das sicherlich an mehreren Stellen abgespeckte Serienmodell der neuen V-Klasse erscheinen, aufbauend auf der neuen Van.ea-Plattform von Mercedes-Benz. Mindestens 400 kW Leistung, 500 Kilometer Reichweite und 800-Volt-Technik gelten für die rein elektrische Variante als gesetzt. Bei seinem Debüt trifft der Elektro-Van allerdings auf eine bereits erhältliche und bunte Mischung an Konkurrenten, darunter den Volvo EM90 und Lexus LM. Auf dem chinesischen Markt, wo sich Mercedes den größten Erfolg verspricht, sind auch schon heimische Hersteller mit Zeekr 009, Voyah Dream und der Denza D9 von BYD vertreten, gegen die es sich auf dem weltweit größten Automarkt erstmal zu behaupten gilt.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 22.04.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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