Das neue Kompakt-SUV GLA von Mercedes, das am 29. Juli seine Weltpremiere feiert, soll laut Informationen aus Konzernkreisen am Standort Rastatt angesiedelt werden, wie die Automobilwoche berichtet. Ein Mercedes-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern und verwies auf die Premiere.
Der neue GLA löst sowohl den vollelektrischen EQA als auch die alte Verbrennervariante des GLA ab, die beide in Rastatt gefertigt wurden, und vereint beide Antriebsarten. Sowohl der GLA als auch der CLA, die beide auf der MMA-Plattform stehen, sind vollelektrisch oder als Benzin-Hybride erhältlich. Für den Standort Rastatt wäre die Ansiedelung des Modells erfreulich, nachdem die Produktion der bisherigen A- und B-Klasse im vergangenen Jahr schrittweise beendet wurde. Derzeit läuft dort der neue CLA vom Band.
GLA startet mit elektrischer Variante
Im ersten Halbjahr hat Mercedes 16.883 Einheiten des CLA verkauft, der aktuell im Dreischicht-Betrieb gefertigt wird. Der GLA soll die Auslastung des Standorts Rastatt steigern, der auf rund 200.000 Einheiten ausgelegt ist und derzeit rund 6000 Mitarbeiter beschäftigt. Zunächst will Mercedes mit der rein elektrischen Variante starten, bevor Anfang 2026 die Hybrid-Modelle folgen.
Final entschieden hat Mercedes bislang noch nicht über den Produktionsort des A-Klasse-Nachfolgers, nachdem das aktuelle Modell bis zum Ende seines Lebenszyklus 2028 in das ungarische Werk Kecskemét verlagert wurde.
Konzernchef Ola Källenius hatte angesichts der angespannten Lage im Unternehmen von den Mitarbeitern eine „Produktivitätsoffensive für Deutschland“ und Zugeständnisse bei der Arbeitszeit und Flexibilität eingefordert. Durch Mehrarbeit bei gleichem Lohn will das Unternehmen noch stärker sparen als bisher. Zwischen dem Betriebsrat und Mercedes laufen derzeit noch Verhandlungen.
Investitionen in Standort Kecskemét
Kecskemét gilt als deutlich kostengünstiger im Vergleich zu den deutschen Standorten. Neben dem BLG und der alten A-Klasse sollen dort in Zukunft auch die elektrische C-Klasse sowie die kleine G-Klasse vom Band laufen. Daneben soll auch ein Teil der Produktion des elektrischen GLC nach Ungarn verlagert werden. Mercedes hat rund eine Milliarde Euro investiert, um die Produktionsfläche auszubauen. Das Werk verfügt nun über eine Kapazität von 400.000 Einheiten.
Die Lage bei dem Stuttgarter Autobauer ist nicht nur aufgrund der hohen Belastungen durch die US-Einfuhrzölle angespannt, sondern auch durch das rückläufige China-Geschäft. Von einst 800.000 verkauften Einheiten in China dürfte der Absatz in diesem Jahr nur noch bei maximal 450.000 Autos liegen, wie die Automobilwoche schätzt. Allein im ersten Halbjahr lag das Minus bei rund 30 Prozent.
Quelle: Automobilwoche – Mercedes-Werk Rastatt erhält weiteres Modell








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