Mercedes Concept EQT Marco Polo: Die andere Art des Campens

Mercedes Concept EQT Marco Polo: Die andere Art des Campens
Copyright:

Mercedes-Benz

Stefan Grundhoff
Stefan Grundhoff
  —  Lesedauer 3 min

Der Campingtrend scheint unaufhaltsam. Da verwundert es nicht, dass Mercedes seinem Erfolgsmodell der V-Klasse Marco Polo ab Mitte 2023 wohl einen kleinen Bruder zur Seite stellt. Bald soll es auch den Mercedes EQT als Minicamper geben.

Offiziell handelt es sich noch um eine Konzeptstudie, doch die Verantwortlichen von Mercedes-Vans lassen kaum einen Zweifel daran, dass es bald einen kleinen Marco Polo geben wird. Anders als der Bestseller Mercedes V-Klasse mit dem Marco-Polo-Aufbau ist der Mercedes EQT nicht nur elektrisch unterwegs, sondern auf Wunsch auch mit Hochdach, Bordküche und allerhand praktischem Campingzubehör ausgestattet. Wer es darauf anlegt, fährt nicht nur rein elektrisch Dank des 45-kWh-Akkupaketes bis zu 280 Kilometer auf den Campingplatz oder das Seeufer seiner Wahl, sondern kann im Innern des Minicampers bis zu vier Personen schlafen lassen, Kochen oder Karten spielen.

Mercedes-Benz

Dabei hat der Campingfan die Wahl, ob er seinen Mercedes EQT mit normalem oder langem Radstand ordert. Die Campingkassette mit Ofen, Spülbecken, Kühlbox und weiteren Campingmodulen stammt dabei aus dem Hause Brabus. Längst ist aus dem einstigen Edeltuner als Bottrop Hersteller und Individualexperte ein Hightech-Zulieferer geworden, der den Mercedes EQT ab der zweiten Jahreshälfte kommenden Jahres auf Wunsch mit einem Klappdach inklusiv Solarmodul und einer Campingbox ausstattet, die einem zumindest über das Wochenende helfen soll.

Für lange Touren bietet sich der Mercedes EQT weder als normaler Siebensitzer, noch als Marco-Polo-Kleinstcamper an, denn die Reichweite von unter 300 Kilometern Reichweite und einer überschaubaren Ladegeschwindigkeit von 80 kW stehen Langstreckenausflügen ebenso im Wege wie der fehlende Gepäckraum, den jedoch der große Bruder Mercedes V-Klasse bietet. Wie der normale Marco Polo bietet auch der Mercedes EQT Camper mit wenigen Handgriffen zwei mittelgroße Doppelbetten – eines im Klappdach und das zweite in der umgebauten Liegefläche im Fond. Praktisch: die sieben USB-Anschlüsse im Innern.

Mercedes-Benz

„Für uns ist die Zukunft elektrisch – unabhängig von der Größe oder dem Einsatzzweck eines Vans. Jüngster Beweis dieser strategischen Ausrichtung ist unser neuer EQT mit vollelektrischem Antrieb. Mit dem Marco Polo Modul haben wir zudem zeitnah eine erste, einfache Lösung für den vollelektrischen Camping- Ausflug im Angebot. In der zweiten Jahreshälfte 2023 planen wir, unser Angebot mit einem vollwertigen und ebenfalls vollelektrischen Micro-Camper noch weiter auszubauen“, sagt Klaus Rehkugler, Leiter Vertrieb Mercedes-Vans.

Wer trotz des kleinen Reisepaketes auf die große Fahrt gehen will, dem sei die siebensitzige T-Klasse mit Verbrennungsmotor empfohlen, dann fallen allzu häufige Ladestopps aus und man kann Berge, See, Meer oder Natur aus nächster Nähe vor der eigenen Schiebetür erkunden. Wenn das Wetter einmal nicht passt, wird das Dach ausgefahren und zwei Erwachsene nebst Nachwuchs können im Innern den Regen genießen.

Mercedes-Benz

Für den Sonnenausflug dagegen soll der kleinste Marco Polo nach Vorbild des großen Bruders sogar eine ausziehbare Markise bekommen. Klapptisch und Stühle sind ebenfalls an Bord. Die Preise für das Campingmodul stehen noch nicht fest. Der Mercedes EQT startet 90 kW / 122 PS / 245 Nm stark mit normalem Radstand und seiner Gesamtlänge von 4,50 Metern bei 49.000 Euro.

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.