Mercedes setzt auf 800-Volt-Technologie

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Mercedes-Benz | Symbolbild

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Mercedes-Benz hat vor kurzem seine Pläne für die Einführung des von ihm selbst entwickelten eATS 2.0 E-Antriebs enthüllt. Laut Ola Källenius, dem CEO von Mercedes, wird der eATS 2.0 E-Antrieb in mehreren zukünftigen Plattformen des Unternehmens zum Einsatz kommen.

Dazu gehören die MMA-Plattform, die Modelle wie CLA, EQA/GLA und EQB/GLB umfasst, und die MB.EA-M-Plattform, die ab Ende 2025 die elektrische C-Klasse und den GLC beherbergen wird. Auch die EVA2M-Plattform, wobei das „M“ für Modellpflege steht, wird den neuen Antrieb nutzen. Interessanterweise wird die MB.EA-L-Plattform, die für größere Elektrofahrzeuge ab 2028 vorgesehen ist, die EDU3.0 als Antriebe erhalten.

Herausforderungen und Innovationen

Eine der größten Herausforderungen bei der Integration des eATS2.0 in die EVA2 Plattform besteht darin, dass der neue Antrieb mit einem 800-Volt-Hochvolt-Bordnetz arbeitet, während die aktuelle EVA2 Plattform noch den 400-Volt-Standard verwendet. Mercedes hat jedoch bereits mehrere Innovationen in die EVA2 Plattform integriert, um die Reichweite in der Praxis zu erhöhen.

Dazu gehören die Einführung einer Wärmepumpe, eine Disconnect Unit für 4matic Modelle an der Vorderachse und ein optionaler 22 KW OBC Lader für kürzere AC-Ladezeiten. Mit dem Umstieg von der EVA2- zu EVA2M-Plattform sind Neuerungen zu erwarten. Dazu gehören der Ersatz der SiemensValeo E-Motoren durch die eigenen eATS2.0 (Large) Maschinen, die Einführung eines 2-Gang-Getriebes und den Umstieg von einem 400 Volt- auf ein 800-Volt-Bordnetz. Dies ermöglicht höhere Ladeleistungen und damit kürzere Ladezeiten am HPC-Lader.

Ein weiteres Highlight ist die Einführung einer neuen SiC-Leistungselektronik, die die Reichweite um etwa 5 Prozent erhöht, dank geringerer Wärmeverluste. Die eATS2.0 Antriebe werden in verschiedenen Varianten angeboten. Während die kleineren MMA-Fahrzeuge den Standard-eATS2.0 mit 2-Gang-Getriebe erhalten, werden die EVA2M und MB.EA-M Modelle mit der leistungsstärkeren eATS2.0 Large Achse ausgestattet.

Schneller Umstieg für Voranschreiten der E-Mobilität

Källenius betonte die Notwendigkeit, schneller auf die rasante Entwicklung im Bereich des elektrischen Antriebsstrangs zu reagieren. Er deutete an, dass Mercedes nicht bis zum geplanten Facelift im Herbst 2025 warten möchte. „Die Entwicklung im Bereich des elektrischen Antriebsstrangs schreitet rasch voran. Wir müssen proaktiv sein und dürfen nicht warten“, sagte Källenius. Mit der geplanten Produktionsaufnahme von eATS 2.0 und der Gen5 Batterie im Herbst 2024 könnten die ersten Fahrzeuge bereits Anfang 2025 ausgeliefert werden.

Quelle: JESMB – Mercedes EQE und EQS bekommen 800 Volt Bordnetz

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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