MAN Truck & Bus hat im Geschäftsjahr 2025 weltweit rund 101.600 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit konnte der Hersteller seinen Absatz um knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Der europäische Lkw-Markt blieb insgesamt schwach, während MAN bei batterieelektrischen Fahrzeugen bemerkenswerte Wachstumsraten erzielen konnte. Deren absolute Absatzzahlen liegen jedoch noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.
Im Lkw-Geschäft musste der Münchener Hersteller ein leichtes Minus hinnehmen: Mit rund 63.300 Fahrzeugen sank der Absatz um 0,6 Prozent. Die Nachfrage nach elektrischen Lkw legte indes spürbar zu: MAN lieferte mehr als 620 batterieelektrische eTruck aus, obwohl die Serienproduktion erst im Laufe des Jahres gestartet war. Für 2026 meldet der Hersteller bereits gut gefüllte Auftragsbücher für die schwere eTruck-Baureihe.
MAN: Nachfrage nach Elektro-Bussen steigt um satte 118 Prozent
Im Bus-Geschäft stieg die Nachfrage hingegen auch insgesamt deutlich: MAN lieferte mehr als 7.000 Busse aus – ein Plus von knapp 49 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Die Nachfrage nach elektrischen Bussen stieg noch stärker, um gut 118 Prozent auf über 1300 Einheiten. Der Auslieferungsbeginn des im vergangenen Jahr vorgestellten Lion’s Coach E dürfte den E-Bus-Absatz weiter stützen – die Auslieferungen sollen allerdings erst Ende 2026 starten.
Im Transporter-Segment erreichte MAN mit über 31.300 verkauften Fahrzeugen ein neues Absatzhoch, was der Hersteller unter anderem auf die wachsende internationale Vermarktung des MAN TGE zurückführt. 2025 hatte das Unternehmen unter anderem weitere Märkte auf der arabischen Halbinsel erschlossen. Im laufenden Jahr soll das Geschäft weiter internationalisiert werden.
Schwaches Marktumfeld im DACH-Raum, steigender Absatz in Resteuropa
Mit Blick auf die einzelnen Regionen zeigt sich ein gemischtes Bild. In Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo MAN das Marktumfeld als „weiter schwach“ bezeichnet, ging der Truckabsatz 2025 um fast acht Prozent auf 21.200 abgesetzte Lkw zurück. Klammert man die DACH-Region aus, stiegen die Truck-Verkäufe in Europa um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 31.300 Fahrzeuge.
Gleichzeitig stiegen die Busverkäufe im DACH-Raum jedoch deutlich an: MAN verzeichnete ein Plus von 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 1900 Einheiten. Auch der Absatz von Transportern legte mit einem Plus von 32 Prozent kräftig zu – mit 12.300 abgesetzten Fahrzeugen knackte der Hersteller hier erstmals die Zehntausender-Marke. In anderen europäischen Märkten konnte MAN den Busabsatz um 1200 Einheiten auf rund 3700 Fahrzeuge steigern, während das Busgeschäft um 15 Prozent wuchs. Insgesamt setzte der Hersteller knapp 53.800 Fahrzeuge in den Segmenten Truck, Bus und Van ab.
Außerhalb Europas blieb der Truckabsatz hingegen rückläufig (minus 12 Prozent) und knapp unterhalb von 10.000 Einheiten, was das Unternehmen vor allem auf geopolitische Unsicherheiten und Einschränkungen bei den adressierbaren internationalen Märkten zurückführt.
Quelle: MAN Truck & Bus – Pressemitteilung vom 20.01.2026







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