Lucid räumt ein, dass bald frisches Geld her muss

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Wie die Financial Times in ihrer Online-Ausgabe berichtet, wird der US-amerikanische Elektroautobauer Lucid früher oder später frisches Geld beschaffen müssen, um den weiteren Geschäftsbetrieb zu sichern. Peter Rawlinson, Geschäftsführer von Lucid Motors, sagte demnach, dass man sich bei der künftigen Finanzierung nicht auf den „bodenlosen Reichtum“ des saudi-arabischen Geldgebers verlassen könne.

Der Autobauer gehört zu 60 Prozent dem nationalen Fond PIF aus Saudi-Arabien und verfüge auf diesem Weg über ausreichend Mittel Geld, um bis 2025 durchzuhalten. Es müssten aber neue Finanzquellen erschlossen werden, um weiter entsprechend der eigenen Ziele wirtschaften zu können. „Es ist unvermeidlich, dass wir in Zukunft Geld aufnehmen müssen, es ist nur eine Frage des Zeitpunkts“, sagte Rawlinson der Financial Times. Man müsse dafür jedoch den richtigen Zeitpunkt wählen. Aktuell „verbrenne“ Lucid Motors etwa eine Milliarde US-Dollar pro Quartal (gut 920 Millionen Euro). Ende 2023 hatte das Unternehmen noch etwa 4,8 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

Klimafreundliches Saudi-Arabien?

Der saudi-arabische Geldgeber habe bereits 5,4 Milliarden US-Dollar (knapp 5 Milliarden Euro) in das Unternehmen investiert. Rawlinson sagte laut Financial Times, der Fonds sei ein loyaler und langfristiger Eigentümer, der bisher in jede Kapitalbeschaffung investiert habe. Um erfolgreich zu sein, würden derzeit alle Kosten geprüft und eine Produktionssteigerung im Werk in Arizona angestrebt.

Rawlinson sagte zudem, das Engagement des Königreichs Saudi Arabien für Lucid Teil der nationalen Strategie sei, sich vom Öl abzuwenden und mehr in saubere Energie und Technologie zu investieren. „Ich würde nicht sagen, dass sie es mehr wollen als ich, aber sie wollen es genauso sehr wie ich“, sagte der Geschäftsführer darüber.

Wie viele andere Elektroauto-Start-Ups hat Lucid damit zu kämpfen, sich auf einem Markt bereits voll etablierter Konkurrenten behaupten zu müssen. Rawlinson zeigte sich aber zuversichtlich, dass das Unternehmen – anders als einige Mitbewerber – am Ende nicht in die Insolvenz getrieben werde. Zuletzt wurde bekannt, dass der US-amerikanische Elektroautohersteller Fisker in finanzielle Schieflage geraten ist und akut ums Überleben kämpft.

Quelle: Financial Times – „EV group Lucid admits it cannot rely on ‘bottomless wealth’ of Saudi owner“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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