Lordstown Motors will mit Endurance-Pickup die E-Mobilität nach vorne pushen

Lordstown Motors will mit Endurance-Pickup die E-Mobilität nach vorne pushen
Copyright:

Lordstown Motors

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Nun, da Lordstown Motors Corp. die nötige finanzielle Unterstützung hat, hofft das Elektrofahrzeug-Startup, die Konkurrenz auf dem Markt zu schlagen, indem es seinen Elektro-Pickup Endurance bis zum kommenden September auf die Straße bringt. Der Pickup selbst scheint am Markt gut anzukommen. Über 40.000 Vorbestellungen sollen bereits vorliegen. Seit dieser Woche ist das Unternehmen zudem an der Börse notiert, was zur finanziellen Sicherheit bei den eigenen Plänen die E-Mobilität nach vorne zu pushen sorgt.

Wie das Start-Up zu verstehen gab plant der CEO von Lordstown Motors, Steve Burns, spätestens im September 2021 den eigenen Stromer auf die Straße zu bringen. Gerade rechtzeitig, um mit Rivian, Tesla und General Motors konkurrieren zu können. Da diese ebenfalls im Herbst 2021 mit der Einführung ihrer Pickup-Trucks im Markt rechnen. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, hat Burns seinen E-Pickup auf die kommerzielle Spur gebracht und auf Flottenkunden von Kommunen bis hin zu Versorgungsunternehmen ausgerichtet.

Preislich startet “the Endurance” bei 52.500 US-Dollar. Somit blickt das recht junge Unternehmen auf Vorbestellungen im Wert von mindestens 2,1 Milliarden US-Dollar. Ausgehend von den eingangs erwähnten 40.000 Vorbestellungen. Burns zeigt sich zuversichtlich mit der Positionierung im kommerziellen Bereich: „Es gibt niemanden mit einem vollwertigen Pickup für Arbeiter, dessen Preis in dieser Größenordnung liegt.“

Das Start-up Lordstown Motors ist teilweise aus Workhorse hervorgegangen, welches an einem eigenen Plug-in-Hybrid-Pickup-Truck gearbeitet hat. Ersteres plant, die E-Auto-Technologien des letzteren zu nutzen, um seinen eigenen vollelektrischen Pickup-Truck im Werk Lordstown zu bauen. Bei Lordstown steht bereits fest, dass die Radnabenmotoren für den Lordstown Endurance Elektro-Pickup-Truck zum Einsatz kommen. Diesen wird der Hersteller in seinem riesigen Werk in Lordstown, Ohio, produzieren – ebenso die In-Wheel-Motoren.

Die Rede ist von 400 km Reichweite, welche der Endurance mit einer Akku-Ladung zurücklegen kann. Zur Einordnung sei erwähnt, dass der Hummer EV von GM auf ~560 km kommt; bei mehr als einem doppelt so teuren Einstandspreis. Der Rivian R1T setzt ebenfalls darüber an, bringt es aber auf ~640 km Reichweite. Bei Lordstown Motors konzentriere man sich aber nicht auf diese hohen Reichweiten, da Flottenkunden diese nicht benötigen und der Akku immer noch Kostentreiber Nummer Eins sei.

„Jeder sagt: ‚Warum die Naben? Das ist unsere Art, ein sehr robustes Fahrzeug zu bauen. Flotten sind sehr kostenorientiert. Sie kaufen auf der Grundlage der Gesamtbetriebskosten. Wenn wir ihnen also sagen können, wie sie aussehen sollen, derselbe anfängliche Kaufpreis, und Sie beginnen schon am ersten Tag mit Einsparungen bei Benzin und Wartung Geld zu verdienen, dann ist das überzeugend.“ – Steve Burns, CEO von Lordstown Motors

Der Endurance verfügt über Funktionen, die speziell auf die Bedürfnisse von Flottenkunden zugeschnitten sind, wie z.B. einen integrierten Stromexport, der es den Arbeitern ermöglicht, Elektrowerkzeuge auf einer Baustelle zu betreiben, ohne dass ein tragbarer Generator erforderlich ist oder der Lkw laufen muss. Der Innenraum hat ein einfaches, sauberes Aussehen mit einem Bildschirm über dem Armaturenbrett.

Quelle: The Detroit News – Lordstown Motors pushes forward with Endurance electric truck

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.