Leapmotor plant automatisiertes Fahren in Europa ab 2026

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Maria Glaser
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Leapmotor hat angekündigt, seine automatisierten Fahrassistenzsysteme in Europa bis 2026 auf den Markt bringen zu wollen. Dazu wolle der chinesische Hersteller für Elektroautos ein Team für Forschung und Entwicklung im Bereich intelligentes Fahren in Europa aufbauen, so Reuters. Der vor wenigen Tagen veröffentlichte Zeitplan der Markteinführung für das kommende Jahr sei, so Reuters, der erste Zeitplan, den ein chinesischer Automobilhersteller für fortschrittliche Fahrerassistenztechnologien außerhalb Chinas angekündigt habe.

Leapmotor wolle dazu ein Forschungs- und Entwicklungsteam in Europa gründen. Das soll sich auf das Training von Algorithmen für selbstfahrende Systeme auf der Grundlage der dort gesammelten Straßendaten konzentrieren, so der Senior Vice President von Leapmotor. Wo genau dieses Team angesiedelt sein werde, sei bisher noch nicht bekannt.

„Die größte Herausforderung besteht meiner Meinung nach darin, dass sich die Straßenverhältnisse und Verkehrsregeln in Übersee von denen in China unterscheiden. Wir müssen über eine Menge Daten verfügen und die lokalen Vorschriften verstehen, um uns an die lokalen Straßenbedingungen anzupassen.“ – Cao Li, Senior Vice President von Leapmotor

Leapmotor ist Partnerunternehmen für Stellantis. Im Jahr 2023 investierte der europäische Automobilkonzern umgerechnet knapp 1,5 Milliarden Euro und erwarb einen Anteil von 21 Prozent an Leapmotor. Die beiden Automobilhersteller gründeten ein Joint Venture unter dem Namen Leapmotor International, an dem Stellantis einen Anteil von 51 Prozent hält. Für den europäischen Markt soll das SUV-Modell B10 ab dem kommenden Jahr vor allem in Spanien produziert werden.

Leapmotor arbeitet auch in China an der Umsetzung seiner Smart-Driving-Technologien im Straßenverkehr. Unter anderem soll der B10 bis Ende dieses Jahres durch ein Update über Funktionen in der Stadtnavigation im Level 3 verfügen. Mit dieser Einstufung nach Skala der Society of Automotive Engineers (SAE) können Fahrzeuge bereits einige komplexere Situationen bewältigen, jedoch müssen Fahrer:innen bei Aufforderung eingreifen können.

Anfang des Monats begann Leapmotor mit dem Vorverkauf des B10 in China. Die Startpreise variieren zwischen umgerechnet knapp 14.000 und 16.500 Euro, wobei der höhere Preis für die Variante mit Lidar und Stadtnavigation gilt. Ein zweites Modell der Leapmotor B-Serie soll während der Shanghai Auto Show im April vorgestellt werden.

Um das geplante B10-Update drahtlos Over-the-Air (OTA) vornehmen zu dürfen, beantrage Leapmotor laut Reuters derzeit eine chinesische behördliche Genehmigung. Neue Regelungen schreiben nun vor, dass OTA-Updates für autonomes Fahren in China einer behördlichen Genehmigung bedürfen. Die Prüfung unterliege dem chinesischen Industrieministerium und müsse mindestens ein bis zwei Monate vor Beginn beantragt werden, so Cao gegenüber Reuters.

Autonomes Fahren gewinnt an Bedeutung

Neben der Elektromobilität, bei der chinesische Hersteller immer weiter um Einfluss konkurrieren, ist auch die Entwicklung autonomer Systeme ein immer größer werdendes Thema in der Mobilitätsbranche. So hat erst kürzlich der chinesische Elektroauto-Gigant BYD sein autonomes System unter dem Namen God’s Eye vorgestellt, das in verschiedenen Ausführungen und mitunter sehr erschwinglich verfügbar sein wird. Auch die chinesischen Hersteller Zeekr und Xpeng haben Pläne angekündigt, Autos mit autonomem Level 3 zu verkaufen.

Bereits jetzt können Fahrzeuge mit entsprechenden Fahrassistenzsystemen im SAE-Level 4 operieren und damit unter bestimmten Bedingungen selbstständig fahren. Diese sind allerdings noch nicht weit verbreitet. Zu den Funktionen von Fahrassistenzsystemen gehören beispielsweise Spurhalte-, Park- und Geschwindigkeitsassistenten.

Quelle: Reuters – China’s Leapmotor aims for Europe smart-driving rollout in 2026

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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