Wer in Deutschland auf ein Comeback von Lancia gehofft hat, braucht weiter Geduld. Die italienische Marke stellt auf dem Pariser Autosalon 2026 zwar ihr neues Kernmodell Gamma aus, einen Termin für die Rückkehr auf den deutschen Markt gibt es allerdings nicht. Wann sich daran etwas ändert, lässt der Hersteller offen. Für Interessierte hierzulande bleibt der Messeauftritt damit vorerst ein Blick über die Grenze.
Vertreten ist Lancia derzeit in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. In diesen Ländern treibt das Unternehmen seine Neuausrichtung voran, dem Gamma kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Nach der Präsentation in Italien ist das Modell in Paris erstmals auf einer internationalen Automobilmesse zu sehen. Lancia selbst spricht von einem weiteren wichtigen Schritt für die Einführung in mehreren europäischen Ländern.
Ein Blick auf das Konzept zeigt, wie sich die Marke künftig aufstellen will. Konzipiert, gestaltet und entwickelt wurde der Gamma in Italien, vom Band läuft er im Stellantis-Werk in Melfi. Mit seiner Fastback-Crossover-Silhouette tritt er im C-Segment an, also in der Kompaktklasse. Es handelt sich um ein vollständig neues Modell und nicht um die Weiterentwicklung eines bestehenden Autos.
Nach Darstellung des Herstellers steht der Gamma für die neue Ausrichtung von Lancia. Italienisches Design soll darin mit Innovation, Komfort und Effizienz zusammenfinden. Hinzu kommt der Anspruch, italienische Kreativität und Designkompetenz mit industriellem Know-how zu verbinden. Das Modell ist somit weit mehr als eine Ergänzung der Palette, es soll den Kurs der gesamten Marke sichtbar machen.
Zwei Elektromotoren und ein großer Name
In Paris präsentiert Lancia den Gamma in unterschiedlichen Varianten mit verschiedenen Antrieben. Welche Antriebe das im Einzelnen sind, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Klar ist dagegen, welche Version die Baureihe anführt: der Gamma HF Integrale, ausgestattet mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb. Er bildet die sportliche Speerspitze der neuen Modellfamilie und überträgt den für Lancia charakteristischen Anspruch auf das neue Auto.
Das Kürzel HF Integrale findet sich auf dem Stand noch ein zweites Mal. Neben dem Gamma zeigt Lancia in Paris den Ypsilon und dessen Rallyeversion, den Ypsilon Rally2 HF Integrale. Dieses Auto steht für die offizielle Rückkehr der Marke in den Rallyesport. Der Wiedereinstieg wurde bereits mit einem Titel belohnt: Lancia gewann die Team-Meisterschaft der WRC2, einer Kategorie der Rallye-Weltmeisterschaft.
Damit rückt der Motorsport wieder stärker in den Mittelpunkt der Marke. Zugleich knüpft Lancia an ein prägendes Kapitel der eigenen Geschichte an, in dem Rallyeerfolge das Image des Herstellers maßgeblich geformt haben. Auf dem Pariser Messestand treten Serienmodell und Wettbewerbsauto nun gemeinsam auf, verbunden durch denselben Namenszusatz.
Quelle: Lancia – Pressemitteilung









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