Klimaschutz bei Strom und Auto: Jeder Zweite will umweltbewusster leben

Klimaschutz bei Strom und Auto: Jeder Zweite will umweltbewusster leben
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Im Privaten auch etwas für den Klimaschutz tun – das wollen rund 45 Prozent der Deutschen. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Forsa-Institut im Auftrag vom Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmen EWE durchgeführt hat.

Insbesondere im Hinblick auf den privaten Strom- und Energieverbrauch sieht die Mehrheit der Befragten gute Möglichkeiten, noch klimaschonender zu werden. Rund 80 Prozent gaben an, dass es ihnen hierbei sehr gut (25 Prozent) oder eher gut (56 Prozent) gelingen würde auf den Klimaschutz zu achten. Für viele (51 Prozent) seien zudem spezielle Smart Home-Lösungen vorstellbar, um den Strom- und Energieverbrauch automatisiert an den individuellen Bedarf anzupassen. „Viele Elektrogeräte laufen tagsüber auf Stand-by und verbrauchen damit unnötig Strom. Ebenso überflüssig ist es beispielsweise, die Heizung durchgängig aufgedreht zu haben. Beides lässt sich durch Smart Home-Lösungen automatisieren“, sagt EWE-Produktmanagerin Pettina Breitenbach.

Ökostrom – woher ist der genau?

Ökostrom ist laut der Umfrage besonders bei den 30- bis 44 Jährigen beliebt. 44 Prozent dieser Altersgruppe beziehen nach eigenen Angaben Strom aus regenerativen Quellen. Insgesamt gaben knapp 40 Prozent der Befragten an, Ökostrom zu nutzen. Die Herkunft, bzw. Produktion und die hohen Kosten sprechen für den Rest der Befragten gegen den Bezug von Ökostrom „Wir merken seit einiger Zeit, dass der ökologische Aspekt der Stromerzeugung für viele Kunden immer wichtiger wird“, sagt EWE-Produktmanager Sascha Groenewold.

Schon vor gut zwei Jahren hat der Oldenburger Energieversorger die meisten Produkte im Portfolio auf Ökostrom umgestellt. Neben dem EWE-Ökostromprodukt Zuhause+ gibt es noch den „Werder Strom“, welcher für viele besonders attraktiv ist, weil hier der Strom zu einem Teil sogar regional über die Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach des Bremer Weserstadions erzeugt werde. „Nicht nur die Nachhaltigkeit der Erzeugung, auch die Regionalität spielt für diese Kunden eine entscheidende Rolle“, so der Energie-Experte.

Gut ausgebaute Infrastruktur macht Elektromobilität attraktiv

Etwa zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten in der Forsa-Umfrage gaben an – neben dem persönlichen Einkaufsverhalten – gezielt bei der täglichen Mobilität stärker auf den Klimaschutz achten zu wollen. Dabei komme aber für nur etwa ein Drittel (31 Prozent) der Befragten aktuell die Anschaffung eines Elektroautos grundsätzlich in Frage. Am attraktivsten scheint ein Elektroauto für die 18-29-Jährigen, knapp die Hälfte (48 Prozent) kann sich vorstellen, ein E-Auto zu kaufen.

65 Prozent aller Befragten hingegen planen nicht, sich in absehbarer Zeit ein Elektroauto zu erwerben. Sie nennen die hohen Anschaffungskosten (60 Prozent), und die geringe Reichweite (67 Prozent) als zentrale Hinderungsgründe. Skeptisch blicken rund zwei Drittel auch auf die Ladeinfrastruktur. „Die Angst, keine passende Ladesäule vorzufinden, ist unbegründet“, weiß Heiko Hambrock, Geschäftsführer der EWE-Tochter WAYDO. „Im Nordwesten betreibt WAYDO mit rund 800 Ladepunkten, das dichteste Ladenetz. Egal ob Stadt oder Land – Ladestationen finden sich im Abstand vn nur wenigen Kilometern. Damit ist Elektromobilität absolut alltagstauglich, Reichweitenangst braucht niemand zu haben. Für uns zeigen die Ergebnisse aber einmal mehr, wie wichtig der weitere Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur ist.“ Bundesweit gibt es heute schon bereits mehr als 23.000 öffentliche Ladepunkte.

Quelle: EWE — Pressemitteilung vom 30.01.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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