KIA Neuausrichtung stärkt Fokus auf nachhaltige Mobilitätslösungen massiv

KIA Neuausrichtung stärkt Fokus auf nachhaltige Mobilitätslösungen massiv
Copyright:

KIA

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

KIA stellt sich neu auf, dies zeigt sich nicht nur in der Tatsache, dass man künftig nicht mehr als KIA Motors, sondern KIA an den Start geht. Hierbei richtet sich die Marke entsprechend dem neuen Markenslogan „Movement that inspires“ („Bewegung, die inspiriert“) aus. Im Detail bedeutet dies, dass KIA künftig nachhaltige Mobilitätslösungen für Kunden in den Mittelpunkt des eigenen Schaffens stellen wird. Innovative Mobilitätsprodukte und -dienste sollen die künftigen Pfeiler des Unternehmens werden.

Der jetzt eingeführte neue Slogan „Movement that inspires“ steht im Zentrum eines so genannten Markenmanifests. Dieses Programm verdeutlicht die neue Zielsetzung von Kia, Verbraucher durch Produkte und Services sowie ihre Erfahrungen mit der Marke zu inspirieren.

„Wir bei Kia glauben, dass Transport, Mobilität und Fortbewegung ein Menschenrecht darstellen. Unsere Vision ist es, nachhaltige Mobilitätslösungen für Verbraucher, Kommunen und Gesellschaften weltweit zu schaffen. Mit der Präsentation unseres neuen Markenziels und der künftigen Strategie beginnen wir jetzt, diese Vision in die Tat umzusetzen.“ – Ho Sung Song, Präsident und CEO der Kia Corporation

Mit seinem neuen Markenziel reagiert der Automobilhersteller auf die sich ändernden Erwartungen der Kunden daran, wie sie sich fortbewegen möchten und wie diese Fortbewegung sich auf die Welt um sie herum auswirkt. Die Verbraucher suchen zunehmend nach flexiblen, umweltgerechten und integrierten Beförderungsformen. Artur Martins, Senior Vice President und Leiter Global Brand & Customer Experience bei Kia, führt weiter aus: „Bewegung ist seit jeher das Herzstück unserer Marke, und Menschen zu bewegen bildet den Kern unseres Geschäfts. Bewegung hilft dem Menschen, sich ständig weiterzuentwickeln, voranzukommen und sich zu entfalten. Deshalb glauben wir bei Kia, dass Bewegung zu Ideen inspiriert.“

Fußend auf dem „Plan S“ aus dem vergangenen Jahr strebt die Marke eine führende Position in der zukünftigen Mobilitätsbranche und eine Ausweitung ihres Geschäfts an, das künftig neben Elektrofahrzeugen auch Mobilitätslösungen und -dienste, Spezialfahrzeuge und weitere Angebote beinhalten wird. Zudem wird KIA durch den Einsatz sauberer Energie und recycelbarer Materialien eine nachhaltigere Produktion fördern.

In den Mittelpunkt stellt die Marke batterieelektrische Fahrzeuge und plant auf Basis dieser ein globales Produktportfolio, welches bis 2027 um sieben neue, rein batteriebetriebene Modelle erweitert wird. Hierbei wird deren E-Palette Limousinen, SUVs und MPVs beinhalten und sich über ein breites Spektrum an Segmenten erstrecken. Die Modelle basieren auf der neuen Elektrofahrzeugplattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) der Hyundai Motor Group, zu der Kia gehört, und werden aufgrund wegweisender Technologien hohe Reichweiten und schnelles Laden ermöglichen.

Zudem sei geplant, dass man für Firmenkunden eine Reihe zweckgebundener Spezialfahrzeuge (Purpose-Built Vehicles, PBV) entwickeln und umsetzen wird. Diese sollen auf flexiblen „Skateboard“-Plattformen aufbauen und über modular aufgebaute Karosserien verfügen, um die spezifischen Mobilitätsanforderungen verschiedenster Firmen- und Flottenkunden zu erfüllen. Hierzu wird man bei der Entwicklung der Spezialfahrzeuge mit Partnern wie Canoo und Arrival kooperieren. Man erwartet, dass sich die Nachfrage in diesem Bereich bis 2030 verfünffachen wird.

Ein weiteres Ziel der Strategie „Plan S“ ist die Diversifizierung des KIA-Geschäfts, um umweltfreundliche Mobilitätsdienste anzubieten. Im Fokus steht dabei das elektrische und autonome Fahren in Großstädten. Hierzu wird künftig verstärkt auf Kooperationen und Partnerschaften mit weltweit agierenden Unternehmen für Mobilitätslösungen gesetzt, um in strategisch wichtigen Regionen den eigenen Kunden vielfältige Mobilitätsdienste anbieten zu können. So

Darüber hinaus baut Kia auch andere Mobilitätsdienste auf, wie zum Beispiel WiBLE in Madrid. Das Carsharing-Joint-Venture mit Spaniens größtem Energiekonzern Repsol hat im September 2018 seinen Betrieb aufgenommen. WiBLE verfügt über 500 Fahrzeuge vom Typ Kia Niro Plug-in Hybrid, die den Nutzern im „Free-Floating“-Verfahren zur Verfügung stehen, also innerhalb des Servicegebiets überall angemietet und zurückgegeben werden können. Ein weiterer neuer Service, mit dem Kia den Wandel zum Anbieter von Mobilitätslösungen vorantreibt, ist KiaMobility. Der Dienst ist im September 2020 in italienischen und russischen Städten gestartet und wird in den kommenden Jahren in weiteren Märkten eingeführt.

Quelle: KIA – Pressemitteilung vom 15. Januar 2021

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.