Kia-Austria-Chef: Verbrenner ist in Europa „Auslaufmodell“

Kia-Austria-Chef: Verbrenner ist in Europa „Auslaufmodell“
Copyright:

Kia

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Der Chef von Kia Austria, Harald Hölzl, hat mit der österreichischen Tageszeitung Kurier über den Wandel zur Elektromobilität und die Herausforderungen in der Branche gesprochen. Dabei betont Hölzl, dass Kia sich ganz klar auf Elektromobilität ausrichtet, auch wenn noch Modelle mit Verbrennungsmotor im Produktportfolio verbleiben.

„Das Verbrennerverbot sehen wir gelassen. Für uns ist der Verbrenner in Europa ein Auslaufmodell. Der Konzern richtet sich voll und ganz auf E-Mobilität aus, unsere Produktlaunches gehen eindeutig in diese Richtung“, sagte Hölzl gegenüber dem Kurier. Man biete zugleich aber auch an, was „der Kunde kaufen will“, weshalb zunächst auch Verbrenner in der Produktpalette bleiben.

Der Geschäftsführer, der seinen Posten im Oktober 2024 übernahm und zuvor 22 Jahre bei BMW tätig war, spricht von einem „Produktfeuerwerk“ in 2026. Mit dem EV2, dem EV4 und dem EV5 kommen drei Elektroautos auf den österreichischen Markt, ergänzt durch den Elektro-Transporter PV5. Der K4 und der Seltos sind zunächst mit drei verschiedenen Benzinmotoren erhältlich, später soll eine Hybridvariante folgen.

Das Jahr 2025 bezeichnet der Kia-Austria-Chef als „außerordentlich herausfordernd“, was für alle Automobilhersteller in Europa gelte. Der Abbau des großen Lagerbestands habe die Zulassungsstatistik verschlechtert, aber im Herbst und Winter habe man gute Verkaufszahlen erzielt. „Insgesamt werden wir unter dem Vorjahr abschließen, aber das war kalkuliert“, ergänzte Hölzl.

Für das neue Jahr und die Zukunft hat der Geschäftsführer ein klares Ziel: „Wir wollen ein gesundes Wachstum und Schritt für Schritt mehr Marktanteile“. Dazu soll auch die Umstellung auf Elektroautos beitragen, die bei der koreanischen Marke auf dem österreichischen Markt immerhin rund 25 Prozent ausmachten und laut Hölzl eine „schöne Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“ darstellen. Für 2026 peilt der Hersteller einen Elektroauto-Anteil von 40 Prozent an.

Viele Halbwahrheiten zur Elektromobilität

„Ich denke, Europa sollte seine Energie in eine klare Richtung lenken. Kein Hop-on, Hop-off, denn die Unsicherheit ist ein Problem“, erklärt Hölzl in Hinblick auf die Mobilitätswende. Diese sei für alle Beteiligten schwierig, jedoch müsse man als „Gesamtorganismus gut funktionieren“, damit die Verkaufszahlen bei den rein elektrischen Autos steigen.

Zur Elektromobilität gebe es viele Halbwahrheiten, die laut Hölzl auch von den Medien geschürt würden. Dennoch sehe er viele gut vorbereitete Kunden mit klaren Vorstellungen. „Die Skeptiker sind meist jene, die noch nie in einem E-Auto gesessen sind“, sagte der Geschäftsführer. Um der immer noch weit verbreiteten Reichweitenangst entgegenzuwirken, bietet Kia verschiedene Batteriegrößen an.

Quelle: Kurier – Kia-Austria-Chef Hölzl: „Sehen das Verbrennerverbot gelassen“

Worthy not set for this post

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Kia Elektroautos

Kia EV3 mit Allrad: 195 kW und 572 Kilometer Reichweite

Kia EV3 mit Allrad: 195 kW und 572 Kilometer Reichweite

Sebastian Henßler  —  

Kia spendiert dem EV3 zum Modelljahr 2027 erstmals Allradantrieb und einen optionalen 22-kW-On-Board-Charger. Die Auslieferungen beginnen im Juli.

Kia senkt Preise in Europa im Wettbewerb mit China

Kia senkt Preise in Europa im Wettbewerb mit China

Sebastian Henßler  —  

Kia-Chef Song erwartet Chinas Autobranche früher vor einer Restrukturierung als gedacht – und will bis dahin mit Wachstumsstrategie und Reserven punkten.

Kia PV5 Cargo: Hochdach und City-Version für Europa

Kia PV5 Cargo: Hochdach und City-Version für Europa

Sebastian Henßler  —  

Kia zeigt in Birmingham zwei neue Varianten des PV5 Cargo. Die Hochdachversion bietet über fünf Kubikmeter Ladevolumen, die Kurzversion zielt auf die Stadt.

Intax bezieht E-Transporter PV5 von Kia

Intax bezieht E-Transporter PV5 von Kia

Maria Glaser  —  

Kia liefert einen speziellen PV5-Umbau an das deutsche Unternehmen Intax, das auf Umrüstungen spezialisiert ist.

Kia: Softwaredefinierte Autos kommen erst ab 2028

Kia: Softwaredefinierte Autos kommen erst ab 2028

Laura Horst  —  

Kia verschiebt die Markteinführung seines ersten softwaredefinierten Autos und investiert deutlich mehr in die Elektrifizierung und in den Softwarebereich.

Kia EV1 kommt nächstes Jahr – und 2029 ein neues E-SUV

Kia EV1 kommt nächstes Jahr – und 2029 ein neues E-SUV

Daniel Krenzer  —  

Kia bringt nächstes Jahr ein E-Stadtauto auf den Markt, das sich wohl klar von EV2 und Hyundai Inster unterscheiden wird.

Kia EV2 im Test: Was der kleine Stromer wirklich kann

Kia EV2 im Test: Was der kleine Stromer wirklich kann

Sebastian Henßler  —  

Der Kia EV2 will Elektromobilität ab 26.600 Euro alltagstauglich machen. Im Fahrbericht zeigt der kompakte Stromer, was in ihm steckt.