JLR: Brennstoffzellen-Antrieb durchaus eine Option für Land Rover-Modelle

JLR: Brennstoffzellen-Antrieb durchaus eine Option für Land Rover-Modelle
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Jaguar Land Rover hat am Standort Gaydon (Warwickshire) das landesweit größte automobile Design- und Entwicklungszentrum eröffnet. Im Mittelpunkt steht hierbei vor allem autonome, vernetzte, elektrifizierte und geteilte Mobilität. Dort dürfte unter anderem das Update des neuen Jaguar I-PACE entstanden oder zumindest finalisiert worden sein. Was ganz sicher ist, Jaguar Land Rover arbeitet dort am Brennstoffzellen-Antrieb für künftige Modelle.

Nick Rogers, Executive Director of Product Engineering bei Jaguar Land Rover, gab in einer „Frage und Antwort“-Runde für verschiedenste Medien zu verstehen, dass die Gerüchte um einen Brennstoffzellen-Antrieb von Jaguar Land Rover durchaus ein Körnchen Wahrheit enthalten. Rogers unterstrich, dass ein solcher Antrieb ein echtes Potenzial für etwas Großes in der Produktpalette des Unternehmens wie den Range Rover birgt. „Es ist absolut wirklich, wirklich wichtig; wir glauben wirklich, dass Wasserstoff einen echten Platz und eine echte Chance hat, insbesondere in den größeren Fahrzeugen“, sagte Rogers.

Getrieben ist die Entwicklung in diese Richtung auch dadurch, dass die großen SUVs von Land Rover/ Range Rover mit entsprechend großen Akkus ausgestattet werden müssten, um mit einer ordentlichen Reichweite vom Fleck zu kommen. Rogers gibt allerdings auch zu verstehen, dass dies seine Herausforderungen mit sich bringt: „Sie (die Lithium-Ionen-Akkus) befinden sich in einem Raum, in dem Sie die Autos unglücklicherweise so viel schwerer machen, dass Sie dann so viel von dieser Energie verbrauchen, nur um dieses schwere Gewicht zu transportieren.“

Daher kann sich Rogers und Jaguar Land Rover durchaus vorstellen auf einen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb zu setzen. Der Platzbedarf wäre geringer, der Verbrennungsmotor ließe sich durch einen entsprechenden Wasserstoffantrieb ersetzen und auch die Batterie, welche zur Zwischenspeicherung der Energie notwendig wäre, könnte kleiner ausfallen. Aus seiner Sicht würde dies eine andere Art des bisherigen Plug-In-Hybriden abbilden. Eben nicht mehr mit Verbrenner und E-Motor, sondern eben mit Wasserstoffantrieb und E-Motor. Man müsse die Vorteile aus den verschiedenen Antriebsarten ziehen und nutzen. Es könnte ein wichtiger Teil einer Strategie sein, um sicherzustellen, dass wir nicht von einer ölgetriebenen Wirtschaft abhängig sind, gab Rogers abschließend zu verstehen.

Bereits im Juni 2019 wurde bekannt, dass die BMW Group sowie Jaguar Land Rover gemeinsame Sache machen werden, wenn es darum geht die eigene E-Antriebstechnologie weiterzuentwickeln. Durch den Fokus auf eine gemeinsame Kooperation, will man den eigenen Kunden den neuesten Stand der Elektromobilität zum Start des nächsten Jahrzehnts verfügbar machen. Ob darunter auch die Entwicklung eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebs fällt ist nicht klar. BMW seinerseits ist auf diesem Gebiet zumindest aktiv und arbeitet mit Toyota daran. Basierend auf einem Produkt-Entwicklungs-Kooperations-Vertrag arbeiten Toyota und BMW gemeinsam an Brennstoffzellen-Antriebssystemen sowie an skalierbaren, modularen Komponenten für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Beim BMW i Hydrogen NEXT kommen bereits Brennstoffzellen aus der Kooperation mit Toyota zum Einsatz.

Quelle: Green Car Reports – Jaguar Land Rover fuel-cell project to counter “diminishing returns” of batteries in big SUVs

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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