IKEA: Ab März 2019 verfügt jedes Einrichtungshaus über E-Ladestationen an denen kostenlos Ökostrom geladen werden kann

IKEA: Ab März 2019 verfügt jedes Einrichtungshaus über E-Ladestationen an denen kostenlos Ökostrom geladen werden kann
Copyright:

IKEA Deutschland GmbH & Co. KG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

IKEA Shanghai hat erst vor kurzem mitgeteilt, dass man in der Shanghaier Innenstadt alle Auslieferungen nun mit einem Elektrofahrzeug durchführe. Damit liegt man deutlich vor dem Zeitplan der eine Umstellung auf 100% Auslieferung mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen in fünf Städten – New York, Los Angeles, Paris, Amsterdam und Shanghai – bis 2020 vorsieht.

IKEA rüstet 53 Einrichtungshäuser mit Elektro-Ladestationen aus

In Deutschland sind wir von diesem Ziel noch ein wenig entfernt. Auch, wenn IKEA hier ebenfalls einiges bewegt. Bis Mitte März sind alle 53 IKEA Einrichtungshäuser in Deutschland mit Elektro-Ladestationen ausgerüstet, wie IKEA Anfang März in einer entsprechenden Meldung mitteilte.

„Damit haben wir eine Vorreiter-Rolle im Einzelhandel. Mit dieser Initiative möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass sich das Thema E-Mobilität in Deutschland noch stärker durchsetzt.“ – Johannes Ferber, Property Manager IKEA Deutschland

Bereits im vergangen Jahr haben wir über die hundertprozentige Bekenntnis zur Elektromobilität bei IKEA berichtet. Eines der Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie „People & Planet Positive“  ist es die Treibhausgas-Emissionen resultierend aus dem Transport von Kunden und Mitarbeitern und aus Kundenlieferungen im Vergleich zu 2016 um 50 Prozent absolut zu senken.

Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert das Unternehmen insgesamt sechs Millionen Euro, um den Betrieb der Ladestationen mit 100 Prozent Ökostrom zu ermöglichen. Kunden von IKEA können während der Öffnungszeit kostenfrei Laden. Die Ladestationen selbst befinden sich in der Regel direkt vor dem Einrichtungshaus in unmittelbarer Nähe zum Eingang und den Familienparkplätzen.

„Wir möchten unsere Besucher dabei unterstützen, möglichst klimaneutral zu uns zu kommen. Wir haben aktuell 53 Einrichtungshäuser in ganz Deutschland und können so eine gute Infrastruktur für den Ausbau von E-Ladesäulen zur Verfügung stellen.“ – Johannes Ferber, Property Manager IKEA Deutschland

Ikea ist Gründungsmitglied einer Koalition von zehn globalen Unternehmen, genannt EV100, die ihre Unterstützung für Elektrofahrzeuge angekündigt haben. Ikea wird von Unternehmen wie Unilever, DHL, HP, Baidu und dem schwedischen Energieunternehmen Vattenfall dabei unterstützt. Man möchte Elektromobilität normal machen, wie Helen Clarkson, CEO für The Climate Group zu verstehen gab.

Für das eigene Haus geht man mit einem klaren Ziel voran, so Johannes Ferber,  man hat es sich zur Aufgabe gemacht, den eigenen Kunden ihre Produkte bis zum Jahr 2025 zu 100 Prozent emissionsfrei nach Hause zu liefern.

„Entscheidend für die Akzeptanz und damit letztlich den Erfolg der Elektromobilität ist dabei derzeit vor allem der Aufbau flächendeckender Ladeinfrastruktur und die Versorgung der Ladepunkte mit Ökostrom. Ich begrüße es daher ausdrücklich, wenn hier Unternehmen wie IKEA freiwillig den Aufbau von Ladeinfrastruktur vorantreiben und damit einen wertvollen Beitrag zum Gelingen der Verkehrswende und damit auch dem Klimaschutz leisten.“ – Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer

45.000 E-Autos können pro Monat bei IKEA Deutschland geladen werden

Ein wenig spielt man bei IKEA noch mit den Zahlen. Ausgehend von einer vollen Auslastung der bundesweit 113 IKEA Ladesäulen können pro Monat über 45.000 E-Autos geladen werden. Ausgehend davon, dass jedes E-Auto mit diesem Strom 100 Kilometer zurücklegt, bedeutet das eine Strecke von 4,5 Millionen Kilometern im Monat.

Vergleicht man dies nun seinerseits mit 45.000 konventionellen Mittelklassewagen auf derselben Strecke heißt das im Monat eine CO2 Ersparnis von rund 520 Tonnen. Ist ein Wort!

Quelle: IKEA – Pressemitteilung vom 01. März 2019

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Streit im ADAC: Technologieoffenheit findet keine Mehrheit

Streit im ADAC: Technologieoffenheit findet keine Mehrheit

Daniel Krenzer  —  

Alles auf Elektromobilität oder neutrale Haltung zu allen Antriebsformen? Im größten deutschen Automobilclub gibt es einen Richtungsstreit.

Lyten plant 1000 Jobs auf Northvolt-Gelände bei Heide

Lyten plant 1000 Jobs auf Northvolt-Gelände bei Heide

Sebastian Henßler  —  

Das US-Unternehmen Lyten will auf dem Northvolt-Gelände bei Heide rund 1000 Jobs schaffen und 2028 die Produktion mit grüner Energie starten.

Warum Europas Hersteller beim E-Auto bleiben müssen

Warum Europas Hersteller beim E-Auto bleiben müssen

Sebastian Henßler  —  

Stellantis, Honda, GM und Ford verbuchen Milliardenverluste bei Elektroautos. Ein Rückzug wäre laut Experten trotzdem die deutlich schlechtere Option.

Ionity-CEO kritisiert Politik und VDA: „Verwirrende Signale“

Ionity-CEO kritisiert Politik und VDA: „Verwirrende Signale“

Laura Horst  —  

Der Ionity-Chef kritisiert den Bundeskanzler und den VDA dafür, dass sie Verbraucher bezüglich E-Autos verunsichern, und fordert von der Politik klare Aussagen.

EU-Politik könnte Europa bei E-Autos zum Nachzügler degradieren

EU-Politik könnte Europa bei E-Autos zum Nachzügler degradieren

Michael Neißendorfer  —  

Eine Datenauswertung zeigt: Die Politik der EU mit wieder mehr Spielraum bei Verbrennern würde Europa bei E-Autos weltweit zurückwerfen.

Zulieferbranche: Wer auf Verbrenner setzt, verspielt Wachstumschancen

Zulieferbranche: Wer auf Verbrenner setzt, verspielt Wachstumschancen

Michael Neißendorfer  —  

Eine Studie zeigt: Die Nachfrage nach Automobilkomponenten steigt – hauptsächlich in Bereichen der Elektromobilität.

Roland Berger: China entwickelt E-Autos 30 Prozent schneller

Roland Berger: China entwickelt E-Autos 30 Prozent schneller

Sebastian Henßler  —  

33 statt 49 Monate für ein neues Auto: Roland Berger zeigt, wie groß Chinas Entwicklungsvorsprung gegenüber den europäischen Herstellern wirklich ausfällt.