Hudson eBuddy: E-Kleintransporter aus China kommt nach Europa

Hudson eBuddy: E-Kleintransporter aus China kommt nach Europa
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Hudson EV

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 3 min

Mit dem Hudson eBuddy kommt ein Elektro-Kleintransporter aus China auf den europäischen Markt, wo er künftig Modellen wie dem Fiat Tris und dem Piaggio Porter Konkurrenz machen soll. Der wendige Transporter mit kompakten Abmessungen zielt hauptsächlich auf den urbanen Raum und die Zustellung auf der letzten Meile ab.

Der eBuddy des chinesischen Herstellers Hudson EV wurde kürzlich vom Importeur Hovex, der zur österreichischen Heinzl-Gruppe gehört, ins Programm genommen. Der neue Elektrotransporter, von dem man sich hauptsächlich einen nachhaltig wachsenden Absatzmarkt in der sogenannten „Last-Mile-Logistik“ erhofft, wird zudem Ende März auf der Fuhrpark-Veranstaltung „Flotte! Der Branchentreff“ in Düsseldorf vorgestellt.

Vierradkonstruktion mit Heckantrieb

Innerhalb der emissionsgeschützten Innenstadtbereiche bietet der eBuddy als lokal emissionsfreies Fahrzeug eine Lösung, zumal in Zukunft mit weiteren Restriktionen bezüglich Abgas- und Lärmbelästigung in Innenstädten zu rechnen ist. Während der Fiat Tris mit nur einem Vorderrad ausgestattet ist, um den Wendekreis besonders gering zu halten, steht der chinesische Elektrotransporter auf vier Rädern. Wie der Piaggio Porter ist er als Heckantrieb konzipiert, um den Wendekreis trotz der Vierradkonstruktion möglichst gering zu halten.

Die Leistung des Elektromotors an der Hinterachse beträgt laut Angaben von Heinzl eine Nennleistung von 15 kW und eine Spitzenleistung von 30 kW, das maximale Drehmoment liegt bei 110 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit des kompakten Transporters ist mit 71 km/h angegeben und übertrifft damit deutlich die italienische Konkurrenz, denn der Fiat Tris ist mit maximal 45 km/h unterwegs.

Reichweite von bis zu 150 Kilometer

Der Lithium-Eisenoxid-Akku (LFP) mit einer Kapazität von 15,4 kWh soll eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern ermöglichen. Die Ladezeit gibt der Hersteller mit 8 Stunden an. Im Gegensatz zur Konkurrenz bietet Hudson EV keine Schnellladeoption oder eine Akkukonditionierung an. Rekuperation beim Bremsen ist hingegen Serie.

Der eBuddy wird in zwei Varianten angeboten, die beide 3,82 Meter lang und 1,48 Meter breit sind. In der Variante mit geschlossener Cargobox ist der Transporter zwar höher, bleibt aber dennoch unter zwei Metern Höhe und kann somit problemlos die Einfahrten üblicher Tiefgaragen und Parkhäuser passieren.

Ladefläche für bis zu zwei Europaletten

Während der eBuddy mit Pritsche auf ein Leergewicht von 850 Kilogramm bei 1,7 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht kommt, verringert sich bei der Variante mit Cargobox mit einem Eigengewicht von 910 Kilogramm die Zuladung auf 790 Kilogramm. Die Ladeflächen beider Versionen sollen jeweils Platz für zwei Europaletten bieten.

Neben dem Lieferverkehr auf der letzten Meile soll der Elektro-Kleintransporter laut Heinzl als Kommunalfahrzeug, auf Industriegeländen sowie in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden. Als lokal emissionsfreies Elektrofahrzeug kann der Transporter zudem dauerhaft in Gewächshäusern oder Hallen eingesetzt werden.

Erhältlich ist der eBuddy als Pritschenwagen ab 14.900 Euro, für die Version mit Cargobox fallen 1000 Euro mehr an. Serienmäßig ist der Elektrotransporter unter anderem mit Servolenkung, ABS, Klimaanlage, Rückfahrkamera, elektrischen Fensterhebern und USB-Anschluss ausgestattet. Heinzl gewährt entweder zwei Jahre oder bis zu 50.000 Kilometer Garantie auf das Fahrzeug, für den Akku fünf Jahre lang oder bis zu 150.000 Kilometer.

Quelle: Heise – Elektro-Kleintransporter Hudson eBuddy: Neuzugang für die Last-Mile-Logistik

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