Tesla stellt in seinem deutschen Werk in Grünheide in großem Umfang neues Personal ein und bereitet damit den nächsten Produktionsschub vor. Bis Ende des Jahres soll die wöchentliche Fertigung von 5000 auf 7500 Autos steigen, verteilt auf zwei aufeinanderfolgende Ausbaustufen. „Die ersten 1000 Mitarbeiter für die erste Phase des Hochlaufs von 5000 auf 6200 Fahrzeuge pro Woche sind bereits eingestellt“, teilte eine Tesla-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Für Beschäftigte in der Region bedeutet das kurzfristig deutlich mehr Arbeitsplätze, für den Standort selbst eine Rückkehr zum Wachstumskurs.
Die erste Ausbaustufe war bereits ab Juli vorgesehen und sollte das wöchentliche Volumen um ein Fünftel anheben. Ab Oktober folgt die zweite Phase, in der erneut 1000 Mitarbeiter:innen hinzukommen sollen, um die Fertigung auf 7500 Fahrzeuge pro Woche zu bringen. Rechnerisch entspräche das einer Jahresproduktion von rund 375.000 Autos. Ursprünglich hatte Tesla für Grünheide eine Kapazität von 500.000 Fahrzeugen im Jahr angepeilt, mit der Option auf eine spätere Verdopplung auf eine Million. Dieser weitergehende Ausbau bleibt jedoch weiterhin von der Marktentwicklung abhängig und liegt vorerst auf Eis.
Investition auch in die Batteriefertigung
Neben der Fahrzeugproduktion wächst auch die Batteriezellfertigung am Standort. Hier sollen zusätzlich 1500 Mitarbeitende eingestellt werden, sodass sich die Gesamtzahl der neu geschaffenen Stellen auf 3500 summiert. Für diesen Ausbau will Tesla nach früheren Angaben rund 220 Millionen Euro investieren. Aktuell beschäftigt das Werk knapp 11.000 Menschen und beliefert nach Unternehmensangaben mehr als 30 Märkte, weitere sollen künftig hinzukommen.
Der Stellenaufbau fällt in eine Phase, in der sich Tesla von den schwachen Verkaufszahlen des vergangenen Jahres erholt hat. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes legten die Neuzulassungen des Herstellers im ersten Halbjahr 2026 um 225 Prozent zu. Damit übertrifft Tesla den breiteren Markttrend zwar deutlich, bleibt aber hinter dem chinesischen Wettbewerber BYD zurück, der im gleichen Zeitraum ein Plus von 315 Prozent verzeichnete.
Die schrittweise Personalaufstockung verläuft parallel zum technischen Hochlauf der beiden Werksbereiche. Fahrzeugproduktion und Batteriefertigung werden dabei getrennt vorangetrieben, laufen zeitlich jedoch eng verzahnt. Ob der zuvor angekündigte Ausbau auf eine Million Fahrzeuge im Jahr tatsächlich umgesetzt wird, hängt weiterhin von der Nachfrage in den kommenden Monaten ab.
Quelle: Die Zeit – Tesla stellt erste 1.000 Mitarbeiter in Grünheide neu ein








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