Großbritannien geht einen wichtigen Schritt hin zur E-Mobilität

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Am 19. Juli 2018 hat das Vereinigte Königreich den Automated and Electric Vehicles Act verabschiedet. Dieser ist als wichtiger Schritt hin zur E-Mobilität und autonomen Fahren zu verstehen. Die neuen Gesetze werden das Vertrauen der Verbraucher in die Aufladung von Elektrofahrzeugen stärken und die Versicherungsvorschriften modernisieren. Des Weiteren soll das Gesetz die Grundlage für die Verbesserung der Luftqualität, zum Abbau von Staus, zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit und zur Schaffung von Tausenden von Arbeitsplätzen im gesamten Vereinigten Königreich schaffen.

Die Regierung erhält neue Befugnisse, um sicherzustellen, dass die Autobahnverbindungen mit zahlreichen Ladepunkten aufgerüstet werden. Bürgermeister können sogar Installationen von Ladestationen bei großen Kraftstoffhändlern in ihren Gebieten beantragen.

Der britische Stromnetzbetreiber National Grid plant, entlang der wichtigsten Autobahnrouten in England, Wales und Schottland Dutzende Schnelllade-Parks fürs Laden mit bis zu 350 kW zu errichten.

Neben dem grundsätzlichen Aufbau der Ladeinfrastruktur soll sichergestellt werden, dass die öffentlichen Ladestellen mit allen Fahrzeugen kompatibel sind. Zudem soll eine Vereinheitlichung der Bezahlung stattfinden, als auch Maßstäbe in Sachen Zuverlässigkeit setzen.

Man zeigt sich sicher, dass dieses Gesetz sicherstellt, dass das britische Infrastruktur- und Versicherungssystem für die größte Verkehrsrevolution seit einem Jahrhundert gerüstet ist. Das Gesetz wird auch die Kfz-Versicherung mit der langjährigen Praxis der Kfz-Versicherung in Einklang bringen und sicherstellen, dass Autofahrer sowohl während der Fahrt als auch dann versichert sind, wenn der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug rechtmäßig übernommen hat.

Die Maßnahmen des neuen Gesetzes sind Teil der kürzlich eingeleiteten Road to Zero-Strategie der Regierung. Die Strategie schafft die Voraussetzungen für den größten technologischen Fortschritt auf britischen Straßen seit der Erfindung des Verbrennungsmotors.

Der aktuelle Budgetplan Großbritanniens, der kürzlich dem Parlament vorgelegt wurde, enthält eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität und der erneuerbaren Energien.

Die Regierung Großbritanniens hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2022 insgesamt 25 Prozent der Autos in Regierungsflotten zu elektrifizieren. Sie will auch verlangen, dass alle neuen Häuser mit einer Möglichkeit zur Installation einer Elektroauto-Ladestationen gebaut werden.

Quelle: GOV.uk – New powers to kick-start the rollout of electric chargepoints across the nation

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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