Great Wall Motor will mit dem ORA R1 ein E-Auto für 7.600 Euro und 310 km Reichweite auf die Straße bringen

Great Wall Motor will mit dem ORA R1 ein E-Auto für 7.600 Euro und 310 km Reichweite auf die Straße bringen
Copyright:

ORA / Great Wall Motor

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Das chinesische Unternehmen Great Wall Motor bringt unter seiner neuen Elektroautomarke ORA den ORA R1 auf die Straße. Hierbei wird es sich um ein kleines Stadtauto handeln, welches gerade einmal umgerechnet rund 7.600 Euro nach Förderungen kosten soll. Das Fahrzeug selbst soll über eine rein elektrische Reichweite von rund 310 Kilometer verfügen.

Ning Shuyong, General Manager von ORA und Vizepräsident von Great Wall Motor, hat sich zur Einführung des ORA R1 geäußert. Shuyong gibt zu verstehen, dass ORA das in China übliche traditionelle, auf Vertrieb, Service, Ersatzteile und Umfragen ausgerichtete Händler-Modell durch ein Netzwerk, dass aus ORA Home, Experience Centern und Smart Outlets in den zentralen Geschäftsvierteln der chinesischen Städte besteht, ersetzen wird.

Darüber hinaus eröffnet die „Daten-Cloud“, die aus den Informationen der ORA-App, der ORA-Shopping-Site und des Tmall-E-Shops entsteht, den Weg für die Entwicklung mehrerer Szenarien für Offline-Verkäufe und -Services sowie für neue Transportdienstleistungen für Fahrer und Fahrgäste. Man denkt somit bei ORA deutlich über das eigene Fahrzeug hinaus und stellt den Fahrer in den Mittelpunkt.

Basierend auf dem Anfang des Jahres vorgestellten Konzeptfahrzeug ist der ORA R1 mit einem 33 kWh Akkupack für eine Reichweite von bis zu 194 Meilen – ca. 310 Kilometer- ausgestattet. Wohlgemerkt nach dem NEFZ-Standard. Daher kann man davon ausgehen, dass die tatsächliche reale Reichweite näher bei 150 Meilen – ca. 240 Kilometer – liegt. Da das urbane Fahrzeug sehr kompakt daherkommt, setzt ORA auf einen 35 kW (50 PS) E-Motor. Man kann davon ausgehen, dass die Höchstgeschwindigkeit des ORA R1 auf etwa 100 km/h begrenzt wird, was für den angegebenen städtischen Zweck und die gelegentliche Fahrt auf der Autobahn vollkommen ausreichend erscheint.

Das Fahrzeug wird bereits verkauft und hat eine Garantie von drei Jahren oder 120.000 km für das gesamte Fahrzeug und eine Garantie von acht Jahren oder 150.000 km für Kernkomponenten. Stand heute ist der ORA R1 nur in China erhältlich. Great Wall Motor hat allerdings bereits Interesse geäußert seine neue E-Marke ORA in den Rest der Welt hinauszutragen.

Bereits im Oktober 2017 war BMW mit dem chinesischen Autobauer Great Wall im Gespräch, um über eine mögliche Produktion des Mini als E-Auto in China zu diskutieren. Diese Diskussionen haben im Juli diesen Jahres nun Früchte getragen. Denn die BMW Group und Great Wall Motor haben eine entsprechende Vereinbarung zur Produktion von elektrischen MINI Fahrzeugen in China durch ein gemeinsames 50:50 Joint Venture unterzeichnet. Neben elektrischen MINI Fahrzeugen wird das Joint Venture auch elektrische Fahrzeuge für Great Wall Motor herstellen. Ob dort der ORA R1 vom Band läuft steht allerdings nicht fest.

Quelle: electrek.co – China’s Great Wall Motor unveils $8,680 all-electric ORA R1 urban car with nearly 200-mile range

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.