General Motors hat mit dem GMC Hummer X ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt – einen modularen Elektro-Offroader, der in zwei Karosserievarianten erscheint: als Pickup und als SUV. Das Konzept wurde anlässlich der Eröffnung des neuen GM Advanced Design Studios in Pasadena, Kalifornien, enthüllt und ist nicht für die Serienproduktion vorgesehen.
Der Hummer X entstand in einer Zusammenarbeit zwischen GM Advanced Engineering, Advanced Manufacturing und dem Pasadena-Designstudio. Vier Leitprinzipien strukturieren das Fahrzeug: Rekonfigurierbarkeit, Geländetauglichkeit, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit. Brian Smith, scheidender Direktor des Pasadena-Studios, fasst den Ausgangspunkt so zusammen: „Jedes großartige Konzept beginnt mit einer Überzeugung. Unsere war diese: Der Mut, sich zu verirren, führt uns zu neuen Entdeckungen.“

Technisch dreht sich vieles um ein Verfahren namens Flex Fab – eine Fertigungsmethode, die schnelle Kleinserienproduktion ohne spezialisierte Presswerkzeuge erlaubt, ähnlich dem Prinzip des 3D-Drucks, aber für Metall. Unterschiedliche Karosserieteile sollen so aus denselben Maschinen entstehen, in kleinen Auflagen und auf Abruf. Äußerlich zeigt sich das in einer flächigen Silhouette mit gerundeten Kanten, lasergeschweißten Nähten und sichtbaren Präzisionsschrauben. Der Anteil an Flex-Fab-gefertigten Komponenten liegt bei beiden Varianten bei 57 Prozent.
Im Innenraum lassen sich stapelbare Displays je nach Einsatzszenario neu anordnen: ob Geländefahrt, Trailbetrieb oder Autobahnfahrt. Das Konzept versteht den Innenraum also nicht als feste Einheit, sondern als anpassbare Arbeitsumgebung.
Ernstzunehmende Geländeauslegung
Geländetechnisch kommt der Hummer X mit 35- bis 37-Zoll-Goodyear-Reifen, Beadlock-Felgen, Multimatic-Stoßdämpfern und abnehmbaren Kotflügelverbreiterungen. Der tiefe Schwerpunkt soll extreme Beschleunigung auf Abruf ermöglichen. Die SUV-Variante erreicht einen Böschungswinkel von 44 Grad vorne und 46 Grad hinten bei einer Bodenfreiheit von 334 Millimetern. Der Pickup kommt auf 41,5 Grad vorne und 29,7 Grad hinten, mit 317 Millimetern Bodenfreiheit – dafür mit einem deutlich längeren Radstand von 3319 Millimetern gegenüber 2946 Millimetern beim SUV.

Hinzu kommt ein konzipiertes digitales Ökosystem namens Hummer HUB, das Fahrer:innen vor, während und nach Ausfahrten vernetzen soll. Eine Drohnenanbindung, die Geländedaten in Echtzeit ans Fahrzeug übermittelt und sich selbstständig andockt, ist ebenfalls Teil des Konzepts.
Recycelte Materialien, lösbare Verbindungen
Beim Thema Nachhaltigkeit verfolgt das Konzept einen konsequenten Ansatz: Verbindungen kommen weitgehend ohne Klebstoffe aus, stattdessen setzen die Designer:innen auf Schnappverbindungen und mechanische Befestiger, um eine vollständige Wiederverwertung der Materialien zu ermöglichen. Rücksitzlehnen, Kopfstützenrückseiten und Armaturenbrettenden bestehen aus recycelten Fahrzeugverkleidungen. Bauteile sind so gestaltet, dass sie sich leicht zerlegen, tauschen und im Sinne einer Kreislaufwirtschaft weiterreichen lassen.
Das Konzept richtet sich an eine Zielgruppe, die das Fahrzeug als persönliches Projekt begreift – jemanden, der es umbaut, anpasst und in einer Community teilt. Ein paar Details hat das Designteam als Easter Eggs versteckt: Das Studiomantra ist in Morsecode in den Boden eingearbeitet, die Reifenprofile buchstabieren den Satz „the courage to get lost leads to new discoveries“. Angaben zum Elektroantrieb – etwa Batteriekapazität, Reichweite oder Motorleistung – hat GM zum aktuellen Zeitpunkt nicht veröffentlicht.
Quelle: General Motors – Pressemitteilung









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