Gerüchte lassen vermuten, dass China bei Elektroauto-Quote einlenkt

Gerüchte lassen vermuten, dass China bei Elektroauto-Quote einlenkt
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Bereits im Mai hatte ich in meinem Beitrag China scheint Elektroauto-Quote zu lockern darauf hingewiesen, dass China von der bereits ab 2018 strengeren Produktionsquote für Autos mit alternativen Antrieben abzukommen scheint. Nun hat die Wirtschafts Woche das Thema nochmals aufgegriffen und verweist auf Kreise der Bundesregierung, die über die Deutsche Botschaft in Peking haben mitteilen lassen, dass für die deutsche Automobilhersteller eine zufriedenstellende Lösung gefunden sei.

Die Elektroauto-Quote sorgt seit Monaten für Streit zwischen China und den deutschen Automobilhersteller. So sollten Hersteller bereits ab dem kommenden Jahr acht Prozent ihrer Verkäufe mit E-Auto-Modellen (alternative Antriebe) machen. Der Prozentsatz selbst soll dann jedes weitere Jahr ansteigen.

Daraufhin hatten sich die Autoverbände aus den USA, Europa, Japan und Südkorea in einem Brandbrief heftig gewehrt. In ihrem gemeinsamen Schreiben forderten diese den Aufschub des Gesetztes um mindestens ein bis drei Jahren. Denn ab 2018 sei die Quote unmöglich zu erfüllen, was bei Bestehen auf dem neuen Gesetz zu internationale Handelskonflikten führen könnte.

Dies scheint zumindest für Deutschland erst einmal erledigt zu sein. Zu welcher Einigung man nun mit China genau überein gefunden hat, wurde noch nicht bekannt gegeben. Wird man aber sicherlich die Tage noch erfahren.

Quelle: Wirtschafts Woche – Neue Hoffnung für deutsche Autobauer in China

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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