Flaschenpost flottet 1000 Elektrofahrzeuge ein

Flaschenpost flottet 1000 Elektrofahrzeuge ein
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Flaschenpost

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der deutschlandweit tätige Online-Supermarkt Flaschenpost stellt seine Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge um und will bis Ende 2023 rund die Hälfte aller Liefertouren elektrisch ausfahren. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen 1000 Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller angeschafft und baut an allen 33 Lagerstandorten eine eigene Ladeinfrastruktur auf, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung. Um welche Fahrzeugmodelle es sich im einzelnen handelt, geht daraus leider nicht hervor.

An einigen Standorten, darunter Münster und Berlin, erfolge schon heute die Hälfte aller Auslieferungen vollelektrisch. Mit der sukzessiven Umstellung der Lieferflotte will Flaschenpost seinen ökologischen Fußabdruck weiter reduzieren und seinem Klimaziel einen großen Schritt näherkommen, bis 2030 den CO2-Ausstoß um 42 Prozent zum Vergleichsjahr 2021 zu verringern.

Die Anschaffung von 1000 Elektrofahrzeugen ist ein wichtiger Meilenstein zur Erreichung unserer Klimaziele“, so Stephan Zech, Leiter Fleet Management bei Flaschenpost. „Bis Ende des Jahres können wir unsere Kund:innen damit noch nachhaltiger beliefern.“

Trotz Lieferengpässen bei elektronischen Bauteilen, daraus resultierenden Wartezeiten sowie Herausforderungen hinsichtlich der Stromverfügbarkeit beim Aufbau der Ladeinfrastruktur habe es das Flaschenpost-Team geschafft, diesen wichtigen Schritt zu realisieren. „Wir danken allen Projektpartnern für die Unterstützung, ohne die wir diese Herausforderungen nicht hätten meistern können“, so Zech.

Ein Teil der Investitionen wird im Rahmen der „Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur“ (KsNI) mit insgesamt 7,6 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert.

Neben der Umstellung auf Elektromobilität sind seien eine effiziente Tourenplanung und der zunehmende Einsatz von Ökostrom die wichtigsten Klimamaßnahmen von Flaschenpost. Mit alternativen Lieferoptionen möchte der Lieferdienst Verbraucher:innen den Zugang zu einem klimabewussteren Konsum zusätzlich erleichtern. Das „Grüne Lieferfenster“ weise Kund:innen beim Bestellen transparent auf Lieferzeiten hin, zu denen ohnehin mehrere Adressen in der näheren Umgebung beliefert werden. Bestellungen werden somit zeitlich und örtlich gebündelt und die Tourenstrecken reduziert.

Bereits heute sollen die mit einer eigens entwickelten künstlichen Intelligenz geplanten Touren den Straßenverkehr entlasten, so das Unternehmen. Bis zu zehn Individualfahrten zum Supermarkt werden demnach mit nur einer Liefertour ersetzt.

Quelle: Flaschenpost – Pressemitteilung vom 12.06.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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