Ferrari-Chef hat keine Angst vor der elektrischen Zukunft – sieht große Chance

Ferrari-Chef hat keine Angst vor der elektrischen Zukunft – sieht große Chance
Copyright:

Lawrence Carmichael / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Ferrari, ein italienischer Automobilhersteller von Sportwagen und Formel-1-Fahrzeugen, gab in 2019 erstmals zu verstehen, dass man den ersten vollelektrischen Sportwagen der Marke erst nach 2025 auf der Straße sehen werde. Einen ersten Teilzeitstromer hat man allerdings schon im Sommer 2021 mit dem Ferrari 296 GTB auf die Straße gebracht. Und generell scheint es nicht schlecht zu stehen, um die Elektrifizierung der Marke.

Zumindest gab der Vorstandsvorsitzende und amtierende CEO von Ferrari, John Elkann, gegenüber Analysten zu verstehen, dass man den technologischen Wandel als Chance betrachtet. Man begrüße die Umstellung auf elektrische Antriebe und ist zuversichtlich, seine Führungsposition auf dem Markt für Hochleistungsautos zu halten, so der Vorstandsvorsitzende weiter. In Bezug auf die Vorgaben der Europäische Union äußerte sich Elkann wie folgt: „Wir sehen die Regulierung als willkommen an. Die Möglichkeiten, die sich durch Elektrifizierung, Elektronik und andere Technologien ergeben, werden es uns ermöglichen, noch individuellere und einzigartigere Produkte herzustellen.“

Elkann, der Spross der italienischen Agnelli-Familie, die Ferrari über ihre Investmentgesellschaft Exor (EXOR.MI) kontrolliert, sprach wenige Wochen vor dem Amtsantritt des neuen CEO Benedetto Vigna, einem Veteranen der Technologiebranche, der am 1. September das Ruder übernimmt. Wie Medien nun vermuten könnte eine von Vignas Aufgaben sein, neue Partnerschaften zu schmieden, ähnlich der bestehenden Verbindung von Ferrari mit dem britischen Unternehmen Yasa, das jetzt zu Daimler gehört, um den Übergang zu einem elektrischen Zeitalter zu unterstützen.

„Wir glauben, dass wir innerhalb der Branche und, was noch wichtiger ist, auch außerhalb unserer Branche, sehr von Partnerschaften und gemeinsamen Programmen profitieren werden“, so Elkann hierzu. Am Zeitplan 2025 sein erstes E-Auto auf die Straße zu bringen halte man fest.

Quelle: Reuters – Ferrari boss has no fears over electric future

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.