Farizon will bei E-Nutzfahrzeugen aus China heraus Druck aufbauen

Farizon will bei E-Nutzfahrzeugen aus China heraus Druck aufbauen
Copyright:

Farizon

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Farizon Auto, die Nutzfahrzeugmarke der Geely Holding Group, schärft ihr Profil. Hierfür stellt die Marke Elektro-Lkw und leichte Nutzfahrzeug-Elektrotransporter in den Mittelpunkt. Auf der jährlichen Markenveranstaltung wurden zwei neue Fahrzeuge vorgestellt: der Homtruck Cabless sowie der SuperVan. Beide E-Fahrzeuge basieren auf der technologisch fortschrittlichen Architektur von Farizon und erfüllen die weltweite Nachfrage nach umweltfreundlichen, intelligenten Nutzfahrzeugen, wie das Unternehmen mitteilt.

Der Farizon Homtruck Cabless versteht sich als Botschafter des Autonomen Fahrens. Und sieht seinen Einsatzzweck vor allem auf Betriebsgeländen vor. Farizon gibt zu verstehen, dass man das E-Fahrzeug speziell für den Einsatz auf festen Routen, beispielsweise in Häfen oder in Logistikzentren entwickelt habe. Der Testbetrieb von Homtruck wird 2023 in ausgewählten chinesischen Häfen beginnen und zu gegebener Zeit schrittweise weitere Anwendungsszenarien abdecken, darunter Logistik im Linienverkehr, Bergbaugebiete und Logistikparks.

Mit dem SuperVAN, der auf der Grundlage der Geely Multi-Purpose Architecture (GMA) von Farizon aufbaut, wolle man sich verschiedener städtischer Verkehrsszenarien annehmen. Die GMA-Plattform verfügt über die erste intelligente, dual redundante Drive-by-Wire-Architektur für modulare Nutzfahrzeuge, die von Farizon unabhängig entwickelt wurde und eine vollständige Entkopplung von Karosserie und Fahrgestell ermöglicht, was zu einer besseren Integration des Fahrzeugpakets führt.

Unterschiedliche Ausprägungen des E-Fahrzeugs beispielsweise mit kurzem oder langem Radstand sind möglich. Darüber hinaus setzt Farizon bei der Produktion des SuperVAN auf erneuerbare und biologisch abbaubare umweltfreundliche Materialien. Dies zahlt darauf ein, dass die Marke ihr Ziel erreicht bis 2023 gesamten Lebenszyklus CO2-frei zu gestalten. Der Farizon SuperVAN wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in China in kleinen Mengen in den Testbetrieb gehen. Im Jahr 2024 wird der SuperVan in die Massenproduktion gehen und in die globalen Märkte geliefert werden, darunter Europa, Australasien, Südostasien, Südamerika und der Nahe Osten.

Farizon beabsichtigt, seine globale Markteinführung zu beschleunigen, indem es schrittweise ein Compliance-Entwicklungssystem für Exportprodukte einführt und gleichzeitig lokalisierte F&E-Zentren, KD-Fabriken und operative Niederlassungen einrichtet.

Als Chinas erste Nutzfahrzeugmarke, die sich auf neue Energien konzentriert, hat Farizon das größte Forschungsinstitut für neue Energie-Nutzfahrzeuge in China gegründet und drei Plattformen für die Flottenvermietung und das intelligente Management von Logistikfahrzeugen, grüne Energieversorgungsketten sowie Batterielade- und -tauschdienste eingerichtet, um sein grünes intelligentes Transportmanagement- und Servicenetzwerk zu erweitern.

Quelle: Farizon Autos – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektro-Lkw

E-Busse sparen São Paulo 57 Millionen Liter Diesel im Jahr

E-Busse sparen São Paulo 57 Millionen Liter Diesel im Jahr

Sebastian Henßler  —  

Eine kommunale Vorschrift verbietet in São Paulo den Ersatz alter Dieselbusse durch neue Dieselfahrzeuge und sichert so den Umstieg dauerhaft ab.

Österreich: 1000ster schwerer E-Lkw ist zugelassen

Österreich: 1000ster schwerer E-Lkw ist zugelassen

Sebastian Henßler  —  

Im Juni wurde in Österreich der 1000ste batterieelektrische Lkw über 3,5 Tonnen zugelassen. Anfang 2021 waren es 47, Ende 2024 erst 314 Stück.

MAN-Vertriebsvorstand: „Nicht die Ladesäule ist das Problem, sondern der Netzanschluss“

MAN-Vertriebsvorstand: „Nicht die Ladesäule ist das Problem, sondern der Netzanschluss“

Tobias Stahl  —  

E-Lkw rechnen sich auf vielen Strecken längst, sagt MAN-Vertriebsvorstand Friedrich Baumann. Gebremst werde der Hochlauf eher durch den schleppenden Netzausbau.

Scania und Pape: E-Lkw im Kühltransport-Alltag

Scania und Pape: E-Lkw im Kühltransport-Alltag

Sebastian Henßler  —  

Für die Spedition Pape ist Pünktlichkeit beim Kühltransport entscheidend, batterieelektrische Scania Lkw sollen daran nichts ändern.

ICCT-Bericht: Deutschland bleibt größter Markt für emissionsfreie Lkw

ICCT-Bericht: Deutschland bleibt größter Markt für emissionsfreie Lkw

Maria Glaser  —  

Für verschiedene Gewichtsklassen zeigt der ICCT-Bericht, wie sich die Elektrifizierung des Personen- und Gütertransports in Europa entwickelt.

Janus rüstet alte Diesel-Sattelschlepper auf Elektro um

Janus rüstet alte Diesel-Sattelschlepper auf Elektro um

Sebastian Henßler  —  

Janus Electric rüstet alte Diesel-Sattelschlepper auf Elektroantrieb um und senkt die Kosten auf ein Viertel eines Neufahrzeugs.

Spedition Metzger: Wie der E-Lkw zum Alltag wurde

Spedition Metzger: Wie der E-Lkw zum Alltag wurde

Sebastian Henßler  —  

Die Spedition Metzger setzt fünf Elektro-Lkw im Regelbetrieb ein und kombiniert dabei Photovoltaik, Rampenladung und Modelle mehrerer Hersteller.