Batteriehersteller Factorial plant Fusion und Börsengang

Batteriehersteller Factorial plant Fusion und Börsengang
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Stellantis

Maria Glaser
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Das Unternehmen Factorial und die Zweckgesellschaft Cartesian Growth Corporation III gaben im vergangenen Monat eine Vereinbarung zur Fusion bekannt. Mit der Fusion erweitert Factorial seine Kapitalbasis um umgerechnet mehr als 320 Millionen Euro, um das Wachstum des Unternehmens und die Kommerzialisierung der Technologie für Feststoffbatterien zu beschleunigen. Bis Mitte 2026 solle die Fusion abgeschlossen werden, so die Pressemitteilung. Factorial plant den Gang an die US-Börse Nasdaq unter dem Tickersymbol FAC.

„Diese Vereinbarung markiert einen entscheidenden Wendepunkt in unserer Entwicklung von bewährter Technologie hin zum breiten kommerziellen Einsatz in verschiedenen Branchen“, sagte Dr. Siyu Huang, Mitbegründer und CEO von Factorial. „Wir haben bewiesen, dass unsere Feststoffplattform das bietet, was Kunden wollen – größere Reichweite, geringeres Gewicht und höhere Kosteneffizienz. Die Notierung an der Nasdaq soll das Kapital und die erhöhte Sichtbarkeit liefern, um die kommerzielle Einführung unserer transformativen Produkte voranzutreiben.“

Factorial ist ein US-amerikanischer Batteriehersteller mit Hauptsitz in der Region Boston, Massachusetts. Das Unternehmen fokussiert sich vor allem auf die Entwicklung von Feststoffbatterien, die als sicherere, leistungsstärkere Alternative zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus gelten. Factorial hat die Plattformen FEST (Factorial Electrolyte System Technology) sowie Solstice entwickelt und arbeitet mit Automobilherstellern wie Mercedes-Benz, Stellantis, Hyundai und Kia zusammen.

Die leistungsstarken, leichten Feststoffbatterien wurden in Praxistests validiert, beispielsweise mit einem leicht modifizierten Testfahrzeug des Typs Mercedes-Benz EQS, das bei einer Testfahrt im September 2025 mit 106-Amperestunden-Zellen eine elektrische Reichweite von mehr als 1200 Kilometern mit einer einzigen Ladung erreichte.

Über die Batterieentwicklung von Personenkraftwagen hinaus expandiert Factorial nun in den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Robotik, wo hohe Leistung, geringes Gewicht und Betriebsfähigkeit über extreme Temperaturbereiche hinweg von entscheidender Bedeutung sind.

„Unsere Due-Diligence-Prüfung hat bestätigt, dass die Lösungen von Factorial nicht nur für namhafte Automobilpartner, sondern auch für wichtige nationale Sicherheitsprioritäten wie den Markt für Drohnen oder unbemannte Luftfahrzeuge transformativ sein können“, erklärte Peter Yu, Chairman und CEO von Cartesian III.

SPAC-Fusion für den Börsengang

Bei Cartesian III handelt es sich um eine sogenannte Special Purpose Acquisition Company (SPAC), also eine leere Börsenhülle. Diese Firmen sind bereits börsennotiert und werden einzig zu dem Zweck gegründet, um eine andere Firma zu übernehmen. Diese Fusionsstrategie nutzen auch andere Unternehmen, wie beispielsweise StoreDot Anfang Dezember. Das israelische Startup entwickelt Technologien für besonders schnell ladende Akkus von Elektroautos.

Regulär findet bei Börsengängen ein sogenanntes Initial Public Offering (IPO) statt mit einem öffentlichen Angebot für die Aktien der Firma. Bei Fusionen mit SPACs, wie in diesem Fall von Factorial, gibt es hingegen Privatplatzierungen bei institutionellen Anlegern, was als PIPE bezeichnet wird. Nach der erfolgten Fusion werden die Aktien aber frei gehandelt.

Für die Fusion wurde Factorial auf einer Pre-Money-Basis mit etwa 1,1 Milliarden US-Dollar bewertet, umgerechnet zirka 950 Millionen Euro. Unter der Annahme, dass keine Rückzahlungen aus dem Treuhandfonds von Cartesian III erfolgen, führe die Fusion zu einer Gesamtbewertung von rund 1,5 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 1,3 Milliarden Euro, so die Pressemitteilung.

Cartesian III hält in diesem Treuhandfonds derzeit umgerechnet rund 240 Millionen Euro an Barmitteln. Gegebenenfalls müssten noch Rückerstattungen an Anleger erfolgen, wenn diese beispielsweise der Fusion mit Factorial nicht zustimmen. Außerdem umfasse die Fusion über 80 Millionen Euro an neuem Kapital, das von institutionellen Anlegern im Rahmen einer Privatplatzierung von Stammaktien zugesagt wurde.

Quellen: Factorial – Pressemitteilung vom 18. Dezember 2025 / Electrive – Feststoffbatterie-Entwickler Factorial will durch SPAC-Fusion an die Börse 

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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