Europäische E-Auto-Förderung: EU-Kommission signalisiert Unterstützung für Scholz-Idee

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Hannes Dollinger
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Die Diskussion um eine europaweite Förderung von Elektroautos nimmt konkrete Formen an. Bundeskanzler Olaf Scholz erhält für seinen Vorstoß zur gemeinsamen Unterstützung der Elektromobilität in Europa erste positive Signale aus Brüssel. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos präsentierte der Bundeskanzler seine Vision einer koordinierten europäischen Strategie zur Förderung der Elektromobilität, die er bereits im vergangenen Dezember ins Spiel gebracht hat.

Nur rund 380.000 reine Elektroautos wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2024 in Deutschland neu zugelassen. Das war mehr als ein Viertel weniger als im Jahr davor. Der Anteil an sämtlichen Neuzulassungen ging im Vorjahresvergleich um fast fünf Prozentpunkte auf 13,5 Prozent zurück. Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß stieg im Vergleich zu 2023 um 4,2 Prozent. Das ist zu wenig für das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 mindestens 15 Millionen vollelektrische Autos auf deutsche Straßen zu bringen.

Der bisherige Umweltbonus hatte seit 2016 maßgeblich zur Entwicklung der Elektromobilität beigetragen. Mit einem Gesamtvolumen von zehn Milliarden Euro wurden etwa 2,1 Millionen Elektrofahrzeuge gefördert. Das abrupte Ende der nationalen Förderung hat eine spürbare Lücke hinterlassen.

Die nun von Scholz vorgeschlagene europäische Lösung geht dabei noch über reine Kaufanreize hinaus. Der Bundeskanzler sieht neben Prämien für den Elektroautokauf auch den den Ausbau der Ladeinfrastruktur als zweiten essenziellen Pfeiler. Der aktuelle Stand von 130.000 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland wird von Markus Emmert vom Bundesverband eMobilität zwar als „ganz ok“ bewertet, jedoch mangelt es an einer flächendeckenden Verteilung und der Verfügbarkeit geeigneter Standorte.

Parallel zur europäischen Initiative könnte es sogar zusätzlich noch eine nationale Lösung geben. Ein von der SPD vorgelegter Fünf-Punkte-Plan sieht unter anderem Steuervorteile für in Deutschland produzierte oder gebrauchte Elektroautos vor.

Die positive Resonanz der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf den Vorschlag einer europäischen Lösung ist ein gutes Zeichen für die europäische Autoindustrie und dürfte vor allem die deutschen Hersteller freuen, die zuletzt ihre Elektroauto-Versprechen wieder selbst in Frage gestellt hatten. Vor allem der Vorstoß, auch die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen deutet darauf hin, dass die sturkturellen Herausforderungen der Elektromobilität erkannt wurden.

Quelle: Merkur – Scholz unterstützt Auto-Subventionen auf EU-Ebene: „Wir brauchen keine ideologischen Lösungen“ / ADAC – Pkw-Neuzulassungen 2024: E-Auto-Boom jäh beendet

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Hannes Dollinger

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Hannes Dollinger schreibt seit Februar 2023 für Elektroauto-News.net. Profitiert hierbei von seinen eigenen Erfahrungen aus der Welt der Elektromobilität.

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