Northvolt-Batteriefabrik in Norddeutschland kann nach EU-Entscheidung gebaut werden

Northvolt-Batteriefabrik in Norddeutschland kann nach EU-Entscheidung gebaut werden
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Northvolt (Symbolbild)

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Die Europäische Kommission will die Produktion von Batteriezellen innerhalb der EU stärken und gibt Förderungen von fast einer Milliarde Euro von Bund und Land für den Bau einer großen Batteriefabrik des schwedischen Herstellers in Schleswig-Holstein frei. Insgesamt investiert Northvolt offenbar 4,5 Milliarden Euro. Bei Heide im Kreis Dithmarschen sollen ab 2026 Batterien für Elektroautos in großem Stil produziert werden. 3000 Arbeitsplätze sollen so neu entstehen.

„Diese Maßnahme im Umfang von 902 Millionen Euro ist die erste Einzelbeihilfe, die genehmigt wurde, um zu verhindern, dass eine Investition in ein Land außerhalb Europas verlagert wird“, sagte demnach die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Montag. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zeigte sich ob dieser Zusage sehr erleichtert. Es war befürchtet worden, dass Northvolt stattdessen außerhalb Europas ein neues Werk errichten könnte, was zu einer wirtschaftlichen Schwächung der EU hätte führen können. Auch für Kanada und die USA hat der Batteriehersteller Pläne für Werkserrichtungen.

Bund übernimmt 564 Millionen Euro

Aus Sicht der EU liegt mit der Förderung keine Wettbewerbsverzerrung vor, zumindest keine derart große, dass ein Abwandern der Industrie ins Nicht-EU-Ausland zu rechtfertigen sei. 564 Millionen Euro der Fördermittel will der Bund übernehmen, 137 Millionen Euro das Land Schleswig-Holstein. Seit Jahrzehnten habe es dort kein derart großes industrielles Bauvorhaben gegeben, schreibt das Handelsblatt. Northvolt hatte unter anderem wegen der hohen Strompreise in Deutschland zwischenzeitlich Bedenken geäußert, ob eine Investition in ein Werk in Deutschland tatsächlich infrage kommt. Die Fördergelder sollen diesen vermeintlichen Standortnachteil offenbar ausreichend ausgleichen.

Das in Schweden ansässige Unternehmen Northvolt möchte mit asiatischen Batterieriesen wie CATL, BYD und LG konkurrieren, dabei soll die Gigafabrik in Schleswig-Holstein ein wichtiger Baustein sein. Die Fabrik soll eine jährliche Produktionskapazität von 60 GWh aufweisen und den europäischen Markt mit nachhaltig produzierten Lithium-Ionen-Batterien beliefern, die für etwa eine Million Elektroautos ausreichen würden. Damit sollen Northvolts Batterieproduktionskapazitäten künftig auf mehr als 170 GWh gesteigert werden.

Quelle: Handelsblatt – „Grünes Licht für Northvolt-Batteriefabrik in Schleswig-Holstein“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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