CEOs fordern EU auf: Wasserstoffmobilität jetzt beschleunigen

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Michael Neißendorfer
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Mehr als 30 CEOs weltweit führender Energie-, Automobil- und Technologieunternehmen – darunter BMW, Bosch, Daimler Truck, Honda, Hyundai Motor, Iveco, Toyota und die Volvo Group – haben sich zusammengeschlossen, um eine Botschaft an die europäischen Entscheidungsträger zu richten: Wasserstoffmobilität sei für die Klimaziele, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die strategische Widerstandsfähigkeit Europas von entscheidender Bedeutung – und es seien ihrer Ansicht nach dringend Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur erforderlich.

In einem gemeinsamen Brief an die Staats- und Regierungschefs der europäischen Mitgliedstaaten fordern die CEOs die politischen Entscheidungsträger auf, die Wasserstoffmobilität als festen Bestandteil in die europäischen Strategien für sauberen Verkehr und Industrie einzubinden. Der Brief wurde von Führungskräften aus mehr als 30 Unternehmen unterzeichnet, darunter Großkonzerne sowie kleinere Zulieferer, die zusammen das Ökosystem der Wasserstoffmobilität abdecken. Darin werden sofortige und gezielte politische Maßnahmen gefordert, um Investitionen zu erschließen und den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen und -infrastruktur in der gesamten EU auszuweiten.

Die CEOs weisen auf drei entscheidende Punkte hin:

  • Wasserstoffmobilität als ein strategischer Imperativ: Als Ergänzung zu batterieelektrischen Fahrzeugen seien Wasserstofftechnologien für eine diversifizierte, resiliente und kosteneffiziente Dekarbonisierung des Straßenverkehrs von entscheidender Bedeutung. Durch einen diversifizierten Ansatz könnten in Europa bis 2050 zwischen 300 und 500 Milliarden Euro an Infrastrukturkosten eingespart werden. Zwei Mobilitätsinfrastrukturen sollen für Europa kostengünstiger als eine reine Elektrifizierung sein.
  • Wasserstoffmobilität als ein Motor für Arbeitsplätze und industrielles Wachstum: Die bestehenden industriellen Stärken Europas in der Automobilindustrie und der fortschrittlichen Fertigung könnten genutzt werden, um eine Führungsposition in der Wasserstofftechnologie zu übernehmen und bis 2030 bis zu 500.000 Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Wasserstoffmobilität für entscheidende Synergien im Energiesystem: Wasserstoff ermögliche die Bündelung der Nachfrage, unterstütze schwer zu dekarbonisierende Branchen und verringere die Verschwendung erneuerbarer Energien.

Trotz der Fortschritte warnen die CEOs, dass die Wasserstoffmobilität in Europa stagnieren werde, wenn nicht ein besser koordinierter und pragmatischer politischer Rahmen geschaffen werde, um den Ausbau der notwendigen Infrastruktur zu unterstützen und die für das Wachstum des Wasserstoffmobilitätsmarktes erforderliche Größenordnung zu erreichen. Dazu müsse Wasserstoffmobilität als ein zentraler Bestandteil in strategische Programme eingebunden werden, wie beispielsweise in den EU-Investitionsplan für nachhaltige Mobilität im Rahmen des Clean Industrial Deals. Laufende Bemühungen zur Vereinfachung der EU-Vorschriften können ergänzend dazu beitragen, die Kosten und die Komplexität des Aufbaus der Wasserstoffmobilitätsinfrastruktur zu senken.

Die vollständige Liste der Unterzeichner der Allianz lautet wie folgt: AGC Chemicals Europe, Air Liquide, Air Products & Chemicals, Ballard Power Systems, BMW Group, Cellcentric, Cummins, Daimler Truck, Dumarey Automotive Italia, EKPO Fuel Cell Technologies, Enagás, Heraeus Precious Metals, Hexagon Purus, Honda Motor, Honeywell, Hy24, Hysetco, Hyundai Motor Group, Iveco Group, Iwatani Corporation, Johnson Matthey, Lhyfe, Linde, Mahle, OPmobility, Robert Bosch, Schaeffler, Solaris Bus & Coach, Syensqo, Symbio, The Chemours Company, Toyota Motor Corporation, Tyczka Hydrogen, Valterra Platinum, Virya Energy, Volvo Group, Westport Fuel Systems.

Quelle: Global Hydrogen Mobility Alliance – Pressemitteilung vom 02.07.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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