Elektrotransporter und Solarenergie: Wie Versandriese Amazon CO2-neutral werden will

Elektrotransporter und Solarenergie: Wie Versandriese Amazon CO2-neutral werden will
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Versandriese Amazon will standhaft in seinem Fokus bleiben, sein Klimaschutzversprechen zu erreichen. Mit seinem Climate Pledge hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, bis 2040 CO2-neutral zu arbeiten – ein Jahrzehnt vor der Zielmarke des Pariser Klimaschutzabkommens. „Wenn wir diesen Weg nicht gingen, würden wir die Tatsache ignorieren, dass wir alle miteinander verbunden und voneinander abhängig sind“, schreibt Amazon in einer aktuellen Mitteilung.

Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen nun sein jährliches Update zu seinen Programmen im Bereich Nachhaltigkeit veröffentlicht, inklusive der aktuellen Zielsetzungen, Initiativen und Fortschritte auf der ganzen Welt. Gleichzeitig hat Amazon auch den Climate Pledge Fund angekündigt, der Investitionen in Innovationen zugunsten einer kohlenstoffarmen Wirtschaft der Zukunft weiter beschleunigen soll. Das zweckgebundene Venture-Investitionsprogramm wird mit einem Startkapital von 2 Milliarden Dollar (etwa 1,8 Milliarden Euro) in visionäre Unternehmen investieren, deren Produkte und Services den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft erleichtern.

„Der Climate Pledge Fund will in visionäre Unternehmer und Entwickler mit Produkten und Dienstleistungen investieren, die Unternehmen helfen, ihren CO2-Einfluss zu reduzieren und nachhaltiger zu agieren. In Betracht kommen Unternehmen aus der ganzen Welt, in allen Größen und in jeder Entwicklungsphase – von Start-ups mit Prototyp bis hin zu fest etablierten Unternehmen. Jede künftige Investition wird an ihrem Potenzial gemessen, den Weg zur CO2-Neutralität zu beschleunigen und zum Schutz des Planeten für künftige Generationen beizutragen.“ — Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon

2019 habe Amazon „eine große Wette“ auf seine Fähigkeiten abgeschlossen, „Innovationen voranzutreiben, unsere Größe für das Gute einzusetzen und schneller zu handeln, um der Dringlichkeit der Klimakrise gerecht zu werden. Wir haben den Climate Pledge ins Leben gerufen und andere Unternehmen eingeladen, sich uns auf diesem Weg anzuschließen.“ Vergangene Woche haben der US-amerikanische Telekommunikationskonzern Verizon, der in 60 Ländern präsente Hersteller von Reinigungsprodukten und Haushaltswaren Reckitt Benckiser und das weltweit tätige IT-Unternehmen Infosys ebenfalls den Climate Pledge unterzeichnet. Dieser Schritt habe signalisiert, dass der Bedarf nach Produkten und Dienstleistungen zur Reduzierung von CO2-Emissionen schnell wächst.

Amazon kündigte außerdem an, bis 2025 – fünf Jahre früher als bisher geplant – zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie arbeiten zu wollen. Bis heute hat Amazon bereits 91 Projekte im Bereich erneuerbarer Energie angekündigt, darunter weltweit 31 Wind- und Solarprojekte und 60 Solardächer auf Logistik- und Sortierzentren. Zusammen werden diese Projekte mit einer Gesamtkapazität von über 2900 Megawatt jährlich mehr als 7,6 Millionen Megawattstunden an erneuerbarer Energie liefern. Das ist genug, um 680.000 US-Haushalte mit Strom zu versorgen. Amazon hat vor, im kommenden Jahr weiter zu investieren, unter anderem in den Einsatz von 100.000 Elektrolieferfahrzeugen von Rivian, von denen einige schon ab 2021 auf die Straße kommen werden.

Außerdem hat Amazon im vergangenen September auch den 100-Millionen-Dollar schweren Right Now Climate Fund ins Leben gerufen, der in naturnahe Lösungen und Wiederaufforstungsprojekte auf der ganzen Welt investiert – darunter kürzlich getätigte Investitionen in den USA und Deutschland. Der Versandriese arbeite auch weiterhin daran, seine Verpackungen zu reduzieren. Seit 2015 sei das Verpackungsgewicht von ausgehenden Lieferungen um 33 Prozent reduziert und mehr als 880.000 Tonnen Verpackungsmaterial eingespart worden. Das entspreche gut 1,5 Milliarden Versandkartons.

Quelle: Amazon — Pressemitteilung vom 23.02.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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