Elektromobilität – Herausforderungen und Chancen für die Wohnungswirtschaft

Elektromobilität – Herausforderungen und Chancen für die Wohnungswirtschaft
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 1414509902

EAN Redaktion
EAN Redaktion
  —  Lesedauer 4 min

Das Thema Elektromobilität ist nicht erst seit 2020 eines der heiß diskutiertesten Themen in Deutschland. Schon in den letzten Jahren haben die Bundesregierung und die Länder den Ausbau von Ladeinfrastruktur vorangetrieben. Neue Prämien, Förderungen und Zuschüsse schießen täglich aus dem Boden und verlocken zum Kauf eines Fahrzeuges mit Elektromotor.

Die Mehrwertsteuersenkung, die seit 01. Juli 2020 für 6 Monate in Kraft getreten ist, und die gleichzeitige Erhöhung der Kaufprämien für Elektroautos auf 9.000€, motivieren viele dazu, sich noch dieses Jahr eines der neuen E-Modelle der Automobilkonzerne anzuschaffen.

Bei der Entscheidung für ein E-Auto kommen neben den klassischen Kriterien wie Farbe, Modell, Preis und Ausstattung nun neue Faktoren ins Spiel: Wer ein E-Auto fahren möchte, wird sich auch mit dem Thema Laden und Ladeinfrastruktur auseinandersetzen. Zwar gibt es diverse Ladenetz- und Roaming-anbieter – wie Minol Drive powered by GP JOULE CONNECT -, die den Zugang zu mehreren tausend (halb)öffentlichen Lademöglichkeiten national und international ermöglichen, allerdings haben verschiedene Studien bestätigt: Am liebsten wird Zuhause geladen.

Daher machen sich viele schon vor dem Autokauf Gedanken über eine eigene Lademöglichkeit für Zuhause. Besonders Personen, die kein Eigenheim und damit die Hoheit über bauliche Veränderungen besitzen, stehen hier vor einer Herausforderung. Die Forderungen nach Ladeinfrastruktur in Neubauten und Bestandsgebäuden werden daher immer häufiger. Alle Akteure der Wohnungswirtschaft wie Bauträger, aber auch Verwalter, Genossenschaften, Mieter und Eigentümer müssen darauf reagieren. Gleichzeitig wissen diese oftmals nicht, wie sie den Bedürfnissen und Anforderungen gerecht werden können.

Erschwerend kommt hinzu, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen noch nicht klar geregelt sind. Die anstehende Reform des WEG-Rechtes sieht beispielsweise vor, dass es für die Installation einer Lademöglichkeit beispielsweise nur noch die Zustimmung einer einfachen Mehrheit aller Eigentümer einer WEG braucht. Zudem wird das Mietrecht so angepasst, dass Mieter sogar ein Recht auf eine Lademöglichkeit bekommen. Der Mieter muss allerdings die dadurch entstehenden Kosten selbst tragen – profitiert aber auch von entsprechenden Förderungen. Damit durch die Forderungen einzelner Personen nicht ein wildes Chaos an individuellen Elektroinstallationen und Dienstleistungsverträgen entsteht, werden oftmals ganzheitliche Ladeinfrastruktur- und Lastmanagementkonzepte für das komplette Gebäude gefordert. Damit sind Hausverwalter und Besitzgesellschaften aber oftmals überfordert, da Ihnen das nötige Fachwissen fehlt.

Es ist daher essenziell wichtig, mehr Aufklärung in der Wohnungswirtschaft zum Thema Elektromobilität zu betreiben und nicht nur einzelne Dienstleistungen und Produkte, sondern ein umfassendes beratungsorientiertes Konzept anzubieten. Neben all den Herausforderungen, die auf Verwalter, Vermieter und WEG’s zukommen, ergeben sich aber auch neue Chancen. Besonders in dichter besiedelten Gebieten werden Parkplätze knapp und intelligente Mobilitätskonzepte und Sharing-Angebote gewinnen an Beliebtheit. Ein individuelles Sharing-Konzept ermöglicht es
nicht nur, die Verkehrssituation zu entzerren und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun, sondern bietet Eigentümern oder Vermietern die Chance Möglichkeit ein eigenes Geschäftsmodell aufzubauen.

Entscheidet man sich für ein Sharing-Konzept, zum Beispiel mit E-Autos oder E-Bikes, kann selbst entschieden werden, welcher Personengruppe welche Leistungen zu welchem Preis und zu welcher Zeit zur Verfügung gestellt werden. Langfristig können so nicht nur die investierten Kosten wieder eingenommen, sondern zusätzliche Einnahmen generiert werden. Damit das Sharing-Angebot professionell ablaufen kann und der administrative Aufwand nicht überhand nimmt, gibt es auch hier verschiedene Full-Service Angebote auf dem Markt. Anbieter wie Minol Drive
bieten individuell zugeschnittene Sharing-Produkte, die von der Installation der Ladeinfrastruktur und der Beschaffung der Fahrzeuge bis hin zum Betrieb und der Wartung die gesamte Wertschöpfungskette abbilden. Mit Hilfe modernster Technik und einer innovativen Sharing-App wird auch die Bedienung für den Nutzer kinderleicht.

Grundsätzlich kann man sagen, dass sowohl der Kauf eines eigenen E-Autos, die Installation von Lademöglichkeiten in einem Mehrfamilienhaus oder die Implementierung eines Sharing-Konzeptes uns alle gleichermaßen vor neue Herausforderungen stellen. Wichtig dabei ist es, die Bedürfnisse früh zu erkennen und mit professioneller Beratung zu unterstützen.


Gabriela Salomon ist seit 2018 Produktmanagerin für digitale Geschäftsmodelle und Elektromobilität bei dem schwäbischen Familienunternehmen Minol. Die Digitalisierung der Wohnungswirtschaft und die Implementierung verschiedener innovativer Mobilitätskonzepte begleitet ihren Alltag. Seit Anfang 2019 betreut sie das Produkt Minol Drive – powered by GP JOULE CONNECT mit dem Minol ein modulares Baukastensystem Rund um alle Leistungen smarter Mobilität für die Wohnungswirtschaft anbietet.

Für mehr Informationen zu Minol Drive powered by GP JOULE CONNECT und dem Leistungsportfolio besuchen Sie gerne www.minol.de/drive oder folgen Sie uns auf Instagram unter: https://www.instagram.com/Minol_Drive.

worthy pixel img
EAN Redaktion

EAN Redaktion

Hinter dem Redaktions-Account von Elektrauto-News.net verbergen sich externe Redakteure, welche als Experten in Ihrem Bereich entsprechende Fachberichte für unser Magazin beisteuern.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Trumps Zolldrohungen verschärfen die Krise der Autoindustrie

Trumps Zolldrohungen verschärfen die Krise der Autoindustrie

Daniel Krenzer  —  

US-Präsident Donald Trump will Grönland und zieht die Zoll-Daumenschrauben für Europa an. Darunter könnte wieder einmal die Automobilindustrie besonders leiden.

Open-Source-Initiative für gemeinsame Software

Open-Source-Initiative für gemeinsame Software

Maria Glaser  —  

Der VDA gab bekannt, dass inzwischen mehr als 30 Unternehmen aus der gesamten Automobilzulieferkette die kollaborative Vereinbarung unterschrieben haben.

Diskussion: Batterien für Europa entstehen nicht über Nacht

Diskussion: Batterien für Europa entstehen nicht über Nacht

Sebastian Henßler  —  

Batterien einfach importieren? Das greift zu kurz. Experten offenbaren, warum Europas Industrie eigene Wertschöpfung, Partnerschaften und Skalierung braucht.

Warum Europas Batterie-Zukunft im Recycling beginnt

Warum Europas Batterie-Zukunft im Recycling beginnt

Sebastian Henßler  —  

Asien dominiert den Batteriesektor, Europa hinkt hinterher. Warum Recycling und geschlossene Stoffkreisläufe ein wichtiger strategischer Hebel sind.

Warum Rohstoffzugang allein Europas Batterien nicht rettet

Warum Rohstoffzugang allein Europas Batterien nicht rettet

Sebastian Henßler  —  

Rohstoffe sind da, Technologien auch. Warum Europas Batterielieferkette dennoch stockt und weshalb Umsetzung, Kapital und Skalierung entscheidend sind.

EU gegen China: Mindestpreise statt Strafzölle

EU gegen China: Mindestpreise statt Strafzölle

Sebastian Henßler  —  

Die EU prüft einen Kurswechsel im Handel mit China. Mindestpreise für E-Autos könnten Sonderzölle ersetzen, doch für Käufer bleiben sinkende Preise vorerst aus.

Mercedes-Benz CLA ist Europas „Car of the Year 2026“

Mercedes-Benz CLA ist Europas „Car of the Year 2026“

Michael Neißendorfer  —  

Der Mercedes-Benz CLA hat auf dem Autosalon in Brüssel die finale Abstimmung gewonnen und löst damit den Renault 5 E-Tech als „Car of the Year“ ab.