Die Händlerrabatte auf Elektroautos bleiben trotz der neuen staatlichen Förderung hoch. Laut einer Berechnung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer lagen sie im Februar für die wichtigsten in Deutschland verkauften Modelle bei 19,5 Prozent. Damit liegen Elektroautos bei den Preisnachlässen sogar einen Prozentpunkt über Verbrennermodellen.
Experten hatten befürchtet, die Händler könnten einen Teil der Prämie schlucken, indem sie selbst ihre Rabatte senken, was laut Dudenhöffer eine „typische Verhaltensweise“ wäre. Im Fall der vorherigen Umweltprämie seien solche Mitnahmeeffekte teilweise vorgekommen.
Der Experte kritisiert zudem die Konstruktion der Prämie, die nach Einkommens- und Kindergrenzen bemessen wird. Bei früheren Förderungen sei klar gewesen, wie hoch die Prämie in Anbetracht des jeweiligen Kaufpreises ausfällt. Im Vergleich dazu sei die neue Prämie in puncto Kalkulierbarkeit ein Würfelspiel.
Dudenhöffer hat bereits seit längerem eine skeptische Haltung bezüglich der neuen Förderung. Seiner Ansicht nach wird sie den deutschen Herstellern kaum helfen, weil die Autos von Mercedes-Benz, Audi, BMW und Porsche für die Haushalte, die die höchste Förderung beziehen, in der Regel ohnehin zu teuer sind.
Der Experte befürchtet, dass vermehrt chinesische Hersteller, die derzeit vereinzelt mit hohen Rabattangeboten locken, von der Prämie profitieren könnten. Insgesamt ist Dudenhöffer jedoch der Meinung, dass die Förderung keine größeren Kaufimpulse auslösen wird.
Quelle: Die Zeit – Rabatte auf Stromer bleiben trotz neuer Prämie hoch







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