Einride stellt neue Lösungen für Elektro-Lkw und autonomen Transport vor

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Einride

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Einride, ein schwedisches Unternehmen für innovative Lösungen für die Transportbranche, hat vor wenigen Tagen einige neue Produkte und Funktionen für sein Logistikökosystem vorgestellt: spezielle Einride-Ladeparks, ein neues autonomes Fahrzeug und einen erweiterten Anwendungsfall für Einride Saga, die Software-Oberfläche des Unternehmens. „Wir können eine wirklich nachhaltige, widerstandsfähige Zukunft erschließen, wenn wir uns davon entfernen, über den Verkehr als isoliertes System von A bis B nachzudenken. Die Logistik neu zu erfinden bedeutet, über das gesamte Ökosystem nachzudenken – was seit dem ersten Tag die Idee von Einride ist“, sagt Robert Falck, Gründer und CEO von Einride.

Die Produktpalette der Capacity-as-a-Service-Lösungen von Einride erhielt mit der Enthüllung einer neuen Ladestation, Einride Stations, ihr neuestes Update. Einride-Stationen sollen ein bequemes und zuverlässiges Laden von Elektro-LKW ermöglichen, indem sie an strategisch gut gewählten Standorten aufgebaut werden sollen, die für Flotten einfach und jederzeit zugänglich sein sollen. Ausgewählte Einride-Stationen sollen auch ein Operationszentrum umfassen, um einen zuverlässigen Flottenbetrieb zu gewährleisten, sowie Bereiche, in denen sich die Fahrer:innen in einem Loungebereich entspannen können.

Einride-Station-Elektro-Lkw-LA
Einride

Die ersten Einride-Stationen in Schweden wurden bereits eröffnet und eine erste in den USA soll im kommenden Jahr in der Nähe des Hafens von Los Angeles errichtet werden. Die Stationen sollen sowohl von Einride-Fahrzeugen als auch E-Lkw von Dritten genutzt werden können. Dem Unternehmen zufolge soll eine Station bis zu 200 Elektro-Lkw pro Tag abfertigen können.

Einride hat auch das neueste Modell seiner autonomen Fahrzeuge vorgestellt, genannt Gen 2 Rigid Large. Das neue Fahrzeug verfüge über einen größeren Laderaum, aktualisierte Sensoren, mehr Höchstgeschwindigkeit und Nachtsichtfunktionen – was letztendlich zusätzliche Anwendungsfälle ermöglichen soll. Das Fahrzeug soll ab 2023 erstmals eingesetzt werden.

Upgrades erhielt auch die Schnittstelle zum Fernbetrieb der autonomen Fahrzeuge, mit vielfältigeren Einstellungsmöglichkeiten und einem überarbeiteten Monitor-Setup für einen höheren Komfort bei der Remote-Steuerung der E-Lkw. Eine neue Flatpack-Konstruktion soll eine einfachere Herstellung, Skalierbarkeit und Einrichtung vor Ort ermöglichen.

Einride Remote Interface
Einride

Einride Saga, das intelligente Logistik-OS des Unternehmens, werde nun einer breiteren Versender- und Spediteurgemeinschaft zur Verfügung gestellt und über bestehende Kunden hinaus expandiert, die ihre Waren mit den Diensten von Einride versenden. Mit den Explore-Funktionen können Benutzer betriebliche KPIs generieren und anzeigen, den Fortschritt der Emissionsziele registrieren und verfolgen sowie betriebliche Erkenntnisse für alle Versand-Touchpoints erhalten. Dafür werden Daten aus dem gesamten Transportökosystem genutzt.

Quelle: Einride – Pressemitteilung vom 02.11.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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