eDrive Zone: Plug-in-Hybride von BMW fahren in Umweltzonen automatisch elektrisch

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 5 min

Mit dem neuen digitalen Service BMW eDrive Zone für mehr elektrisches Fahren will die BMW Group einen Beitrag zu besserer Lebensqualität in urbanen Ballungsgebieten leisten. Die aktuell weltweit einzigartige Funktion bietet zusätzliche Möglichkeiten, die Fähigkeiten von BMW Plug-in-Hybrid-Modellen zum lokal emissionsfreien Fahren optimal zu nutzen. BMW eDrive Zones lösen einen automatischen Wechsel in den rein elektrischen Betriebsmodus aus, sobald das Fahrzeug in ausgewählte Stadtgebiete, u.a. Umweltzonen einfährt.

eDrive Zones stehen jetzt in diversen Plug-in-Hybrid-Modellen des Herstellers zur Verfügung. Darüber hinaus folgt im weiteren Verlauf des Jahres die Einführung des Loyalitätsprogramms BMW Points, mit dem Fahrer von BMW Plug-in-Hybrid-Modellen über ein Punktesystem mit attraktiven Prämien belohnt werden. Dabei zählt jeder elektrisch gefahrene Kilometer, wobei innerhalb einer eDrive Zone sogar doppelt Punkte gesammelt werden können. Bei einem entsprechenden Punktestand können Teilnehmer die Punkte gegen attraktive Prämien eintauschen, wie zum Beispiel kostenfreie Ladestrom-Kontingente von BMW Charging.

Die BMW Group will sowohl mit der kontinuierlichen Erweiterung des Angebots an Fahrzeugen mit elektrifiziertem Antrieb als auch mit einer konsequenten Weiterentwicklung der BMW eDrive Technologie wichtige Impulse für mehr Nachhaltigkeit auf den Straßen setzen. BMW Plug-in-Hybrid-Modelle sind mittlerweile in allen relevanten Fahrzeugsegmenten verfügbar. Die BMW eDrive Zones tragen nun dazu bei, das Potenzial von BMW Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen bei der Reduzierung von Emissionen im Stadtverkehr noch intensiver als bisher zu nutzen.

In diesem innovativen digitalen Service fließt das Knowhow der BMW Group in den Bereichen Elektromobilität und Digitalisierung zusammen. Beide Entwicklungsfelder gehören zu den in der Unternehmensstrategie NUMBER ONE > NEXT verankerten Zukunftsthemen D+ACES (Design, Automatisiertes Fahren, Connectivity, Elektrifizierung und Services).

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Mit der Einführung der innovativen digitalen Dienste BMW eDrive Zone und BMW Points demonstriert die BMW Group ihre Entschlossenheit, Technologie-Innovationen konsequent und auch unabhängig von gesetzlichen Reglementierungen zugunsten von mehr Nachhaltigkeit im Bereich der individuellen Mobilität einzusetzen, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Aus dieser unternehmenseigenen Strategie heraus sollen Impulse für die gesamte Automobilindustrie sowie für Städte in aller Welt entstehen. Denn der von der BMW Group für den Service eDrive Zone entwickelte technologische Ansatz wäre auch für Plug-in-Hybrid-Modelle anderer Marken vorstellbar. Ebenso besteht grundsätzlich die Option, für jedes urbane Ballungsgebiet eine eDrive Zone zu definieren. Städte erhielten bei Interesse so eine vergleichsweise einfache Möglichkeit, Elektromobilität weiter zu fördern und die urbane Lebensqualität zu steigern.

Die neuen Funktionen schaffen zusätzliche Anreize den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen beim Fahren im Stadtverkehr zu reduzieren und damit die Lebensqualität im urbanen Umfeld zu steigern. Darüber hinaus trägt die Erhöhung der elektrischen Fahranteile zu einer Reduzierung der Betriebskosten für den Fahrer bei. Wie Vergleichsrechnungen für aktuelle Plug-in-Hybrid-Modelle zeigen, fallen auf einer rein elektrisch absolvierten Fahrt deutlich geringere Energiekosten an als bei der Nutzung des Verbrennungsmotors. Dies gilt insbesondere für den Stadtverkehr, in dem der Elektromotor durchgängig einen günstigeren Wirkungsgrad erreicht als ein Benzin- oder Dieselantrieb.

Intelligente Vernetzung erhöht die elektrischen Fahranteile

Die Entwicklung der eDrive Zone basiert auf einem Pilotprojekt der BMW Group in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam. Dort erhielten 50 Fahrer von Plug-in-Hybrid-Modellen über eine speziell entwickelte App Zugriff auf die GPS-Koordinaten einer für den Innenstadtbereich definierten Zone. Bei der Einfahrt in diesen Bereich wurden sie aufgefordert, in den rein elektrischen Fahrmodus MAX eDrive zu wechseln. Bereits nach wenigen Monaten war festzustellen, dass die an dem Pilotprojekt beteiligten Fahrer rund 90 Prozent aller Strecken innerhalb der Rotterdamer eDrive Zone rein elektrisch zurückgelegt hatten.

Der nun in diversen BMW Plug-in-Hybrid-Modellen serienmäßige Service nutzt zur Erkennung ausgewiesener Gebiete die Geo-Fencing Technologie über GPS. Das Umschalten in den rein elektrischen Fahrmodus erfolgt dabei automatisch. Bei aktiviertem Service wird jede verfügbare eDrive Zone auf der Navigationskarte im Control Display grafisch hervorgehoben. Dort erscheint zudem ein Hinweis auf das automatische Umschalten in den Modus ELECTRIC, sobald das Fahrzeug eine eDrive Zone erreicht. Innerhalb der eDrive Zone ist das Plug-in-Hybrid-Fahrzeug so lange lokal emissionsfrei unterwegs, wie es der Ladezustand der Hochvoltbatterie zulässt. Gehen die Energievorräte zur Neige, wird die Aktivierung des Verbrennungsmotors ebenfalls im Control Display ebenfalls angezeigt.

Der Service eDrive Zone ist jetzt verfügbar in sämtlichen Varianten der Plug-In-Hybrid Modelle 745e, X5 xDrive45e und 330e. Weitere Modelle folgen sukzessive.

BMW eDrive Zones jetzt in rund 80 europäischen Städte verfügbar

Die Vorteile des digitalen Service BMW eDrive Zone lassen sich von Beginn an in einer Vielzahl von europäischen Großstädten erleben. Berücksichtigt wurden zunächst sämtliche 58 Städte und Regionen in Deutschland mit Umweltzonen. Hinzu kommen weitere Kernbereiche von Städten in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Die Liste wird in Zukunft um weitere Länder und Städte ergänzt werden, sodass in einer stetig wachsenden Zahl von City-Bereichen die elektrischen Fahranteile von BMW Plug-in-Hybrid-Modellen gesteigert werden können.

Positive CO2-Gesamtbilanz für BMW Plug-In-Hybride

Bisweilen wird die „echte“ Umweltbilanz von Plug-in-Hybrid Fahrzeugen infrage gestellt, insbesondere in Märkten mit einem noch geringen Grünstrom-Anteil im öffentlichen Stromnetz. Für BMW PHEV Modelle hat der Hersteller zertifizierte CO2-Nachweise für den gesamten Zyklus aus Rohstoffbeschaffung, Lieferkette, Produktion und Nutzungsphase bis zum Recycling erstellen lassen. Diese weisen schon bei Verwendung von europäischem Durchschnittsstrom während der Nutzungsphase deutliche Vorteile gegenüber den vergleichbaren, konventionell angetriebenen Modellen aus. Ohne diesen Nachweis bringt die BMW Group kein elektrifiziertes Fahrzeug auf den Markt.

Quelle: BMW — Pressemitteilung vom 16.03.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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